Zusammenfassung
Himmlisches Vanilleeis, süße Waffeln und eine Notlüge mit ungeahnten Folgen …
Der frühlingshafte Feel-Good-Liebesroman für Schmetterlinge im Bauch
Sunny kreiert aus feinster Vanille und bester Sahne nicht nur himmlisches Eis, sondern denkt sich passend zu jeder Eissorte bunte Geschichten aus. Und Sunnys blühende Fantasie macht auch vor ihr selbst nicht Halt: Als sie zufällig ihren Exfreund Leo mit seiner neuen Freundin trifft, erklärt sie kurzerhand Tom, dem der Fahrradladen neben Sunnys Eisdiele gehört, zu ihrem Verlobten. Als sie dann auch noch besagte neue Freundin als Hochzeitsplanerin geschenkt bekommt, ist das Chaos perfekt! Unversehens radelt Tom an Sunnys Seite den Weg entlang zum Standesamt. So sorgt eine winzige, klitzekleine, spontane Notlüge für Verwicklungen, die sich kaum mehr bei einem Eisbecher auslöffeln lassen ...
Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des bereits erschienenen Romans Liebe, Eis und Himbeerstreusel.
Erste Leser:innenstimmen
„Wohlfühlroman, in den ich tief eintauchte und am liebsten gar nicht mehr in die reale Welt zurückkehren wollte!“
„Nadin Maari hat einen tollen Stil, romantisch-humorvoll und herzerwärmend.“
„wundervoll locker-leichte Liebesgeschichte fürs Herz …“
„Der perfekte Roman für den Frühling!“
Leseprobe
Inhaltsverzeichnis
Über dieses E-Book
Sunny kreiert aus feinster Vanille und bester Sahne nicht nur himmlisches Eis, sondern denkt sich passend zu jeder Eissorte bunte Geschichten aus. Und Sunnys blühende Fantasie macht auch vor ihr selbst nicht Halt: Als sie zufällig ihren Exfreund Leo mit seiner neuen Freundin trifft, erklärt sie kurzerhand Tom, dem der Fahrradladen neben Sunnys Eisdiele gehört, zu ihrem Verlobten. Als sie dann auch noch besagte neue Freundin als Hochzeitsplanerin geschenkt bekommt, ist das Chaos perfekt! Unversehens radelt Tom an Sunnys Seite den Weg entlang zum Standesamt. So sorgt eine winzige, klitzekleine, spontane Notlüge für Verwicklungen, die sich kaum mehr bei einem Eisbecher auslöffeln lassen ...
Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des bereits erschienenen Romans Liebe, Eis und Himbeerstreusel.
Impressum

Überarbeitete Neuausgabe April 2022
Copyright © 2025 dp Verlag, ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Made in Stuttgart with ♥
Alle Rechte vorbehalten
E-Book-ISBN: 978-3-98637-681-9
Hörbuch-ISBN: 978-3-96087-930-5
Taschenbuch-ISBN: 978-3-98637-719-9
Copyright © 2019, dp Verlag, ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Dies ist eine überarbeitete Neuausgabe des bereits 2019 bei dp Verlag, ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH erschienenen Titels Liebe, Eis und Himbeerstreusel (ISBN: 978-3-96087-617-5).
Covergestaltung: ArtC.ore-Design / Wildly & Slow Photography
unter Verwendung von Motiven von
shutterstock.com: © Millena, © Nazarii M, © lynxstocker
Lektorat: SL Lektorat
E-Book-Version 30.01.2025, 11:47:06.
Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.
Sämtliche Personen und Ereignisse dieses Werks sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, ob lebend oder tot, wären rein zufällig.
Abhängig vom verwendeten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.
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Liebe, Eis und Himbeerstreusel
A day without ice cream is like …
Just kidding. I have no idea.
Kapitel 1
L wie Lügen
Limetten-Eis
Fruchtige Säure umgarnt süßes Rahmeis, durchzieht das cremige Weiß mit saftigem Grün, umarmt uns in einem Rausch vollen, süßen Glücks.
Gibt es etwas Magischeres als den Frühlingsanfang? Außer cremigem Vanilleeis natürlich. Und Schokoeis. Himbeer-Mascarponeeis. Honig-Mirabellen-Rahmeis. Na gut, und noch Zillionen anderer unwiderstehlicher Eissorten. Aber davon einmal abgesehen ist der Frühlingsanfang doch einfach das Größte.
Der imposante Lindenbaum vor dem Schneeflöckchen streckt sich einem strahlend blauen Märzhimmel entgegen, seine neuen Knospen sprenkeln saftig grün die uralten Äste, auf denen sich Amseln zwitschernd gegenseitig die kleinen Seelen zu Füßen legen. Die klare Luft streicht mir sanft über die Haut, während Sonnenstrahlen Millionen von Sommersprossen auf lächelnden Gesichtern erwecken. Komm Welt, lass dich umarmen.
Zusammen mit meiner guten Laune breite ich auf den Tischen inmitten der heidelbeerblauen Stühle pink-rosa-weiß karierte Tischtücher aus. Ab heute werden sich meine Gäste ihr Lieblingseis auch wieder draußen schmecken lassen.
»Du hast deine doppelte Portion Optimismus wohl schon zum Frühstück genossen, meine liebe Sunny!«
Mit Schwung streiche ich die letzte Falte aus dem Stoff und drehe mich zu Beatrice herum. Bis zur Nasenspitze in ihren Mantel eingemummelt, steht meine Nachbarin vor mir und blickt mit gerunzelter Stirn auf mein einladendes Meisterwerk.
»Heute ist Frühlingsanfang«, strahle ich sie an.
»Mag sein, heute sind es aber auch bescheidene 1,3 Grad Celsius, gefühlt würde ich sogar noch ein Minus davor setzen.«
»Aber die Sonne scheint.« Um Beatrice darauf aufmerksam zu machen, zeige ich auf die wundervolle gelbe Königin über uns.
»In der Tat scheint Klärchen heute prächtig, nur leider vergaß sie, ihrem Licht auch ein wenig Wärme mitzugeben.« Ihren Worten Nachdruck verleihend, richtet Beatrice den sibirischen Fellhut auf ihrem Kopf, sodass nur noch ihr grauer, geflochtener Zopf herauslugt.
Ich gebe es ja zu, ein wenig recht hat sie vielleicht. Meine Nasenspitze fühlt sich ein klitzekleines bisschen so an, als hätte ich sie über Nacht im Eisschrank vergessen. Selbst Beatrices Dalmatinerdame Flora verweigert den Gang vor die Tür und steht lieber warm und trocken in der Kunstgalerie neben der Eisdiele.
Aber bitte, wer wären wir, wenn wir uns dem Wetter beugten! Ich unterdrücke den Impuls, meine Arme wärmend um mich zu schlingen, und stecke die Hände in die Jeanstaschen am Po. »Warte kurz, ich hole dir ein Eis, das den Frühling in dir zum Glühen bringt.«
»Ein Eis!«, quiekt Beatrice. »Kind, du weißt, ich liebe dein Eis, aber im Moment will ich nichts mehr als eine heiße Schokolade, und das im Inneren deiner Eisdiele.« Ihr Blick gleitet von mir zu der weit offenstehenden Tür, die in mein Eisparadies führt, und weiter zu den offenen Fenstern, die ebenso den Frühling einlassen. »Und das bitte bei geschlossenen Türen und Fenstern!«
Lachend gehe ich ins Schneeflöckchen und kann es nicht verhindern, dass mich ein Schauer unter meinem erdbeerroten und leider kurzärmeligen Shirt erzittern lässt. Brrr, mich fröstelts.
Beatrice folgt mir und lässt es sich nicht nehmen, persönlich Tür und Fenster zu schließen. Und die Heizung wieder aufzudrehen, die ich gestern Abend in Erwartung des Frühlings abgestellt habe. »Kind, Kind, wie konntest du bisher nur so groß werden«, murmelt sie derweil vor sich hin.
In Erwartung des großen Tages war ich heute schon besonders fleißig und habe neben den aktuellen Sorten zwei wunderbare neue Eissorten kreiert, die meine Gäste dahinschmelzen lassen werden. Von einer nehme ich eine perfekte Eiskugel und richte sie in einem langstieligen Glasbecher für Beatrice an. Herbsüß duftet das Eis in der Farbe von frischem Birnensorbet und lädt dazu ein, genüsslich verspeist zu werden.
Beatrice setzt sich auf einen der hohen Hocker vor der Eisbar, und ich sehe, wie ihr Wunsch nach einer heißen Schokolade sich in Wohlgefallen auflöst bei dem Anblick des wunderschönen Eises.
»Lass es dir schmecken.« Ich gönne mir ebenfalls ein halbes Kügelchen, denn ich kann ja nicht wissen, ob es jetzt noch genauso gut schmeckt wie vorhin, als ich es in die Eistheke gestellt habe.
Fest starrt Beatrice auf die zartgelbe Köstlichkeit vor sich, während sie sich die Mütze vom Kopf zieht und auf ihrem Schoß drapiert. Mit einem Seufzen greift sie nach dem Löffel und taucht ihn in die Eiskugel. Sie leckt sich genießerisch über die Lippen, kostet, rollt mit den Augen und schließt sie kurz. Löffel um Löffel schleckt sie das Eis auf.
»Oh Sunny, ich weiß, ich sage das jedes Mal, aber du hast dich wieder selbst übertroffen. Und du hast recht, es ist völlig egal, dass da draußen arktische Temperaturen herrschen, was nebenbei gesagt einem Skandal um diese Zeit des Jahres gleichkommt. Dein Eis schmeckt nach Frühling.« Während sich Beatrice mit der einen Hand Luft zufächelt, öffnet sie mit der anderen den Mantel. »Und entweder hast du sämtliche Sonnenwärme hineingezaubert oder ich habe schon wieder eine Hitzewallung. Wobei letzteres nicht sein kann, da ich heute nette dreiunddreißig Jahre bin und weit von hitzigen Wellen entfernt.«
»Mit deinen Hitzewallungen habe ich nichts zu tun. Aber mit den Sonnenstrahlen hast du recht.« Ich lehne mich über die Eistheke und zeige durch die bodentiefen Fenster hinaus in die strahlende Märzsonne. »Dieses außergewöhnliche Eisrezept habe ich vor ein paar Tagen in einem uralten, mythischen Buch gefunden, das Generation um Generation von dem irischen Feenvolk gehütet wurde. Doch je kälter unsere Winter wurden, desto mehr geriet das Buch in Vergessenheit, und eines Tages ließ es das Feenvolk einfach liegen. Es wurde von einem armen Bauernmädchen gefunden, das damit sein Glück in der Stadt versuchte und siehe da, die Rezepte fingen das Sonnenlicht ein. Mit allerlei Speisen daraus machte das Mädchen die Menschen glücklich. Das Buch wanderte nach und nach durch viele Hände und landete schließlich bei mir. So war ich heute früh in der glücklichen Lage, die ersten Frühlingsstrahlen zu pflücken und zusammen mit cremigem Rahm und spritzigen Limetten in diesem Eisgenuss zu vereinen, der dich jetzt so wohlig von innen wärmt.«
Mein Blick wandert von den saftig-grünen irischen Hügeln meiner Vorstellung zurück in meine Eisdiele inmitten Berlins, und ich lächele Beatrice an, die mich mit glasigen Augen ansieht.
»Dieses Eis schmeckt nicht nur nach Frühling, es ist der Frühling.«
»Oder einfach eine gut dosierte Portion Ingwer, um dem Eis die warme Würze zu verleihen.«
Ich zucke leicht zusammen und drehe mich um. Hinter mir steht meine Cousine Alma mit schief geneigtem Kopf und einem schelmischen Grinsen. Während ich mit Beatrice in Irland weilte, muss Alma von hinten durch das Eislabor hereingekommen sein. Manchmal lässt meine Aufmerksamkeit doch ein wenig zu wünschen übrig.
Aber wie auch immer, nun, da Alma den Bann gebrochen hat, rappelt sich Beatrice auf und greift nach ihren Kleidungsstücken. »Ich sollte dann auch mal so langsam starten. Flora wird die Galerie nicht allein öffnen. Bis nachher, Mädels.«
Und kaum öffnet sie die Tür des Schneeflöckchens, strömen schon die ersten Gäste des Tages herein und der vormittägliche Eissturm beginnt.
Nach gefühlten siebenhundert Kugeln Eis in den Sorten Vanille, Schokolade, Erdbeer, Zitrone, Kiwi und Co. lasse ich mich auf dem Hocker hinter der Theke nieder, um ein paar Eisideen zu notieren, die mir im Lauf des Vormittags durch den Kopf geflattert sind. Feine Gänsehaut überzieht meine Füße in den Sandalen, trotz der Tatsache, dass ich mich in den letzten vier Stunden ziemlich aktiv auf ihnen mal hierhin und mal dorthin bewegt habe. Nun gut, vielleicht sollten es morgen doch lieber wieder feste Schuhe sein.
Außer die Temperatur klettert über Nacht noch in Höhen, in die sie im Frühling hingehört.
Fest wickele ich die Beine umeinander, um meine kalten Füße zu wärmen, und nehme den Buntstift aus dem Mund, den ich schon wieder aufknabbern will. Dieser Moment ist einer derjenigen im Schneeflöckchen, der mich am glücklichsten macht. Gibt es etwas Magischeres als lächelnde Gäste, die ihre köstlichen Eisbecher genießen und mit sich und der Eiswelt zufrieden sind, während ich mir neue Eisbilder ausdenken darf?
Vier der sechs Tische sind besetzt, frei ist nur der karibiktürkise und der mohnblumenrote. Draußen auf dem Vierwaldplatz vor der Eisdiele ist es ruhig, wie gewöhnlich für einen frühen Dienstagnachmittag. Der Springbrunnen in der Mitte des Platzes, der wie eine uralte Eiche dort thront, funkelt im kalten Sonnenlicht, wenn auch aus seinen Zweigen noch kein Wasser sprenkelt. Erst zu Ostern würde es wieder plätschern.
Eben rumpelt Alma am Brunnen vorbei und schiebt ein Wägelchen, vollbeladen mit Vanilleeis und Himbeerstreuseln, zum Hotel Zum Vierwaldplatz schräg gegenüber. Die Hotelgäste dürfen sich heute Abend auf ein famoses Dessert freuen. Die Himbeerstreusel habe ich extra mit einer nicht unbeträchtlichen Portion Waldhimbeer-Likör verfeinert, weil mir einfach danach war.
Ich konzentriere mich wieder auf das regenbogenbunte Papier vor mir und versuche eine Waffel in Form einer Erdbeere zu zeichnen, da klingelt sanft das Schlittenglöckchen über der Tür und kündigt mir weitere Gäste an. Flott springe ich vom Hocker und begrüße die Neuankömmlinge mit einem Lächeln.
Das Lächeln der Dame vor mir ist recht spitz, was mir bei ihrem verkniffenen Mund auch nicht anders machbar scheint. Der Mund des Jungen an ihrer Hand steht hingegen kugelrund offen.
Details
- Seiten
- 324
- Erscheinungsform
- überarbeitete Neuauflage
- ISBN (eBook)
- 9783986376819
- ISBN (Paperback)
- 9783986377199
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 2022 (April)