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Bazooka

Filmscripts

von Ulrike Stegmann (Autor) Christof Reiling (Autor)

2016 0 Seiten

Leseprobe

Was ist ein Filmscript ?

Ein Filmscript ist die direkte Vorstufe zu einem Drehbuch, das verfilmt werden kann. Das bedeutet, dass der Autor bis dahin schon zahlreiche Exposés verfasst hat, in denen er auf 3-5 Seiten eine Story skizziert, die im Idealfall das hat: Eine Hauptfigur mit einem unglaublich wichtigen Ziel und Antagonisten, die auf keinen Fall zulassen wollen, dass die Hauptfigur dieses Ziel erreicht.

 

Schon das Exposé ist Knochenarbeit, denn auch auf diesen wenigen Seiten wird dem Leser schnell klar: Ist das Thema relevant? Ist die Geschichte spannend? Lässt mich die Hauptfigur kalt oder will ich unbedingt wissen, wie’s weitergeht?

 

Ein Filmscript zu schreiben, ist bereits ein Erfolgserlebnis. Denn dann hat der Autor mit dem kürzeren Exposé einen Produzenten begeistert und überzeugt. Nun beginnt die Phase, in der er auf 15-25 Seiten die großen Versprechen detaillierter einlösen muss, zum Beispiel wie genau sich die Hauptfigur unsterblich in den Falschen verliebt oder wie sie auf glaubwürdige Weise in Todesgefahr gerät.

 

Das Erzählen einer Filmgeschichte könnte man mit der Herstellung von Parfüm vergleichen: Es ist eine Essenz, die ohne Schnörkel, innere Monologe oder epische Beschreibungen pure Emotion beschreibt – im Kontext zu einem brisanten gesellschaftlichen Thema.

 

Mehr über den Weg vom Filmscript zum Drehbuch lesen auf


www.digitalpublishers.de

Über das Filmscript

Ausgerechnet der Paintballfreak und Waffenfreund Dennis wird von einem ehemaligen Freund, dem er noch was schuldig ist, gedrängt, bei einer radikalen Bewegung gegen die Waffenlobby mitzumachen.

Über die Autoren

Krimiautoren galoreChristof Reiling hat das Erzählen an der Filmakademie und als Stipendiat an der UCLA Los Angeles gelernt, wo er Kurzfilme drehte, die auf unterschiedlichsten Festivals und im Fernsehen liefen.

Heute entwickelt der durch und durch begeisterte Cineast Drehbücher mit seiner Kollegin Ulrike Stegmann in unterschiedlichen Genres – die Bandbreite reicht vom Thriller über Romantic-Comedy bis hin zum Animationsfilm. Darunter der Thriller Die Informantin, der 2016 von Philipp Leinemann mit Aylin Tezel in der Hauptrolle verfilmt wurde.

Trotz aller Erwartungen an Genrefilme ist es ihm wichtig, eine gewisse Unvorhersehbarkeit sicherzustellen und immer wieder hartnäckig neue menschliche Facetten zu ergründen.


Ulrike Stegmann wurde 1976 geboren und ist schon seit frühester Kindheit mit dramatischen Talent gesegnet. Mit ihren phantasiereichen Erzählungen schockte sie gerne Eltern und Umfeld.  1995 beschloss sie, die Filmakademie damit zu begeistern.

2001 schloss sie diese mit Diplom im Bereich Drehbuch und arbeitet seitdem als freie Drehbuchautorin. Zuletzt schrieb sie das Drehbuch (gemeinsam mit Christof Reiling) zu dem ARD-Fernsehfilm Die Informantin (2016).

Ihr Schwerpunkt ist die Liebe zu spannenden Geschichten, die Männer und Frauen gleichzeitig begeistern. Gerne mit einem Schuss Provokation und kontroversen Themen. Mit Hauptfiguren, bei denen sich die Grenze zwischen Täter und Opfer verschiebt und die im Laufe der Handlung in schier unlösbare Dilemmata getrieben werden.

Impressum

Originalausgabe Mai 2016


Copyright © 2016 dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH, Stuttgart


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Ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH, Stuttgart


bazooka


ISBN 978-3-945298-79-4


Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.


Titel- und Covergestaltung: Özer Grafik Design

Bildnachweis: lassedesignen/fotolia.com

Bazooka



Christof Reiling

Ulrike Stegmann

Dennis ist ein junger, aufstrebender Banker für Baufinanzierung in München, der absurderweise schon mit Anfang zwanzig frustriert ist, weil seine Karriere nicht so schnell vorankommt, wie er sich das vorgestellt hat. Mit seinem Einkommen hat er sich zwar schon einiges erfüllt, wovon er immer geträumt hat, unter anderem hat er eine geräumige Wohnung und natürlich auch ein schickes Auto. Doch sein Chef, der große Dinge auf ihn hält, ermahnt ihn zur Geduld, da er Dennis für einen weiteren Karriereschritt zu jung findet. Zähneknirschend muss Dennis die Tatsache hinnehmen, dass seine Beförderung wohl noch Jahre dauern wird.

Um seinen Frust zu vergessen, tobt er sich nachts regelmäßig bei einem illegalen Spiel aus, das er und seine Kumpels entwickelt haben – eine Kombination aus Street-War und Paintball.

Street-War ist wie ein Räuber-und-Gendarm-Spiel, bei dem die Mitspieler sich in der Öffentlichkeit gegenseitig jagen und mit Wasserpistolen abschießen. Dennis und seine Kumpels liefern sich diese Schlachten verbotenerweise mit Paintballwaffen.

Da wird er überraschend von seinem ehemaligen Freund Kilian und dessen Freundin Maike besucht. Dennis kennt Kilian aus der Schulzeit in Rosenheim, wo sie beide aufgewachsen sind, unzertrennliche Freunde waren und gemeinsam verrückte Dinge durchgezogen haben. Doch in den letzten zwei Jahren haben sie sich aus den Augen verloren. Kilian, der es sich durch ein reiches Erbe schon früh aussuchen durfte, mit was er seine Zeit verbringt, wurde immer stärker davon angezogen, für NGOs Missstände in der Gesellschaft zu bekämpfen. Und Dennis war es wichtiger, sein eigenes Leben, geprägt von einer schwierigen Kindheit, endlich in den Griff zu bekommen. Als Kilian Dennis nach seinem Vater in Rosenheim fragt, meint Dennis sichtlich erleichtert, nur noch sehr selten mit ihm Kontakt zu haben. Für Kilian war Dennis’ Vater ein engagierter, wenn auch wirr gewordener Umweltschützer. Für Dennis ist er einfach nur ein verrückter Messi.

Kilian und Maike eröffnen Dennis ihren Plan: Sie wollen Geschäftsleute der Waffenindustrie und Politiker, die Lobbyarbeit für diese machen, durch Paintballangriffe auf öffentlichen Plätzen medienwirksam mit den Farbkugeln anschießen. Den normalen Leuten soll klar werden, wie sehr die Waffenlobby die Gesellschaft unterwandert – mit dem Ziel, dass der Besitz privater Waffen endlich verboten wird.

Da Kilian von Dennis’ Paintballleidenschaft weiß, will er ihn dafür gewinnen, sie für ihre Aktion zu trainieren. Doch Dennis denkt gar nicht daran, denn er selbst hat kein Problem mit Waffen, im Gegenteil – er war schon immer davon fasziniert. Kilian erinnert Dennis daran, dass er nur durch ihn das Abi geschafft hat. Doch Dennis will ihm die Nachhilfe lieber bar auszahlen, als bei der Aktion mitzumachen. Kilian weist verärgert das arrogante Angebot zurück.

Schließlich sagt Dennis doch zu, um Kilian nichts schuldig zu bleiben. Allerdings will er ihnen nur bei den Vorbereitungen helfen und auf keinen Fall später bei den Aktionen selbst dabei sein.

Am Abend ruft Dennis aus schlechtem Gewissen dann doch bei seinem Vater mal an. Aber die Lust, ihn zu besuchen, vergeht ihm schnell. „Warum rufst du jetzt erst an ... du musst 20 kg Katzenstreu für mich abholen ... du solltest lieber Jura studieren ...“, der Vater redet ohne Punkt und Komma auf ihn ein. Geduldig hört sich Dennis alles an und beendet das Gespräch mit „Ich schau mal, wann ich vorbeikommen kann“.

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