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Brich alle Tabus mit mir: Erotikroman; Erotischer Roman

Band 3 der Secret Desires-Reihe

von Kathy Fox (Autor)

2016 0 Seiten

Leseprobe

Über dieses E-Book

Sarah kommt nicht nur zu kurz, sondern in letzter Zeit auch gar nicht mehr – ihr Mann arbeitet Tag und Nacht, seitdem er den Handwerksbetrieb seines Vaters übernommen hat. Mona, Sarahs Schwester, geht es hier ganz anders: Kaum hat sie sich auf einer Singleplattform ein Profil angelegt, kann sie sich vor Verehrern kaum retten. Doch als sie Aaron, einen sehr attraktiven und wohlhabenden Juristen kennenlernt, ist es um sie geschehen. Mit ihm hat sie nicht nur leidenschaftlichen Sex – er versteht es, sie zu besitzen und sämtliche Tabus zu brechen. Besonders wenn es um einem flotten Dreier mit den beiden Schwestern geht …

Impressum

Secret Desires

Erstausgabe Juni 2016

Copyright © 2020 Secret Desires, ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Made in Stuttgart with ♥
Alle Rechte vorbehalten

E-Book-ISBN: 978-3-94529-891-6

Covergestaltung: Antoneta Wotringer
unter Verwendung von Motiven von
123rf.com: © Katarzyna Białasiewicz/
Lektorat: Daniela Höhne

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Sämtliche Personen und Ereignisse dieses Werks sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, ob lebend oder tot, wären rein zufällig.

Abhängig vom verwendeten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

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Eins

Monas Herz schlug ein paar Takte schneller, als sie sich dem Haus hinter der mannshohen Hecke näherte. Was würde sie hier erwarten? Hohl klackerten die Absätze ihrer Stiefel auf dem feucht schimmernden Asphalt der leicht abschüssigen Straße. Bewusst hatte sie ihr Auto in einer Nebenstraße geparkt, um es vor neugierigen Blicken zu schützen. Den Rest des Weges legte sie zu Fuß zurück. Die frische Abendluft tat ihr gut, sie duftete nach Sommerregen. In der hohen Eiche neben dem schmiedeeisernen Tor zwitscherte eine Amsel.

Kurz verlangsamte sie ihre Schritte, hielt inne und betrachtete das Haus, in dem er lebte. Umgeben von einer dichten Hecke stand es in einem kleinen Garten. Die Fassade erstrahlte freundlich weiß, die Dachpfannen glitzerten in einem geheimnisvollen Dunkelblau. Im überdachten Eingang brannte eine Laterne und warf ihr diffuses Licht in die Abenddämmerung. Drei Stufen führten zu der schweren Haustür empor. Nur in zwei Fenstern brannte Licht. Unter dem hölzernen Dach des Carports standen zwei Autos: Ein Porsche Cayenne und ein schwarzer BMW. Finanziell war er gut aufgestellt, daran hatte sie keinen Zweifel. Wie sie wusste, war er ein angesehener Jurist und beriet zahlreiche Unternehmen in der Stadt bei Rechtsfragen. Dass er dabei gut verdiente, sah sie daran, wie er lebte. Beste Stadtrandlage, großes Haus, zwei teure Autos. Aber er lebte alleine. Ihr konnte es recht sein, es gab ihr eine gewisse Freiheit, mit ihm ihre Sehnsüchte auszuleben, ohne sich später moralisch hinterfragen zu müssen.

Den Angeln des eisernen Tores entwich ein leises Quietschen, als sie es öffnete. Die Handflächen ihrer rechten Hand wurden vom kalten Eisen nass. Mit einer angewiderten Miene wischte sie sich die Finger am Saum ihres Sommermantels trocken, dann durchschritt sie den gepflegten Vorgarten. Sie war sicher, dass die Schnittkunst der Büsche im Eingangsbereich das Werk von professionellen Gärtnern war. Wahre Kunstwerke säumten den Weg aus großen Betonplatten.

Ein letztes Mal hielt sie inne, versuchte vergeblich, ihren Puls zu normalisieren. Sie atmete tief durch, dann schritt sie die breiten Stufen zum Eingang empor. Ein goldener Klingelknopf ohne dazugehörigen Namen. Wahrscheinlich wollte er hier ungestört leben können. Als sie die Hand nach dem Knopf ausstreckte, stellte sie fest, dass sie vor Aufregung leicht zitterte.

Dabei konnte sie das Verlangen, das schon seit Stunden ihr Handeln bestimmte, schon gar nicht mehr unterdrücken. Noch hätte sie umdrehen können, davonlaufen und den Abend alleine bei einem guten Buch verbringen können. Aber schon längst war sie der Wollust gefolgt, die der Gedanke an das Bevorstehende tief in ihr auslöste. Sie wollte leben und genießen, und wenn sie jetzt flüchtete, würde sie es möglicherweise für den Rest ihres Lebens bereuen.

Nachdem sie noch einmal tief Luft geholt hatte, betätigte sie den goldenen Knopf neben der Tür. Drinnen ertönte ein dezenter Gong.

Sekunden zerrannen wie Stunden, sie spürte das wilde Herzklopfen in ihrer Brust, wandte sich zur Straße um. Kein Mensch war weit und breit zu sehen. Als sich hinter ihr etwas rührte, fuhr Mona auf dem Absatz herum. Durch die getönten Scheiben in der Tür sah sie ein diffuses Licht. Schritte näherten sich.

Nun gab es also kein Zurück mehr.

»Guten Abend.« Regungslos, fast wie eine Statue, stand er im Hauseingang und lächelte sie freundlich an. Der Duft seines Aftershaves benebelte Monas Sinne. 

Aarons warmes Timbre jagte ihr einen angenehmen Schauer über den Rücken. »Guten Abend«, erwiderte sie und gab sich größte Mühe, das Zittern in ihrer Stimme zu unterdrücken. So unauffällig wie möglich musterte sie ihn. Er war an die zwei Meter groß, schlank und wirkte sehr maskulin, was durch seinen dunklen Maßanzug noch unterstrichen wurde. Seine dunklen Augen schienen vor Verlangen zu glühen. Das Kinn war markant, die Lippen sinnlich. Das dunkle Haar trug er sehr kurz.

Schon auf den ersten Blick war Mona dem Juristen verfallen. Er erinnerte sie ein wenig an George Clooney, einem Traumtypen, für den sie alles getan hätte.

Aaron reichte ihr die Hand. Als sie sich berührten, spürte Mona das angenehme Prickeln, das von seinen Händen gleich in ihren Unterleib zu schießen schien und sich wie ein wohlig warmes Feuer über ihren ganzen Leib ausbreitete. Allein der Blick seiner dunklen Augen genügte, um ein wildes Kribbeln in ihr auszulösen.

Nun beugte er sich zu ihr herab und hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken. Ein Gentleman alter Schule. Die Berührung seiner Lippen auf Monas Haut erzeugte einen weiteren Schauer.

»Schön, dass du da bist«, sagte er mit einem warmen Lächeln. In seinem Blick lag jedoch viel mehr, als nur die Freude über ihren Besuch. Mona las Sehnsucht und Verlangen in seinen dunklen Augen.

Auf der Stelle unterlag sie seinem geheimnisvollen Charme und warf auch die letzten Bedenken, ihm ins Haus zu folgen, über Bord. Es schien, als sei sie schon jetzt nicht mehr Herrin ihrer Sinne, als sie seiner einladenden Geste Folge leistete und einen Fuß über die Schwelle setzte.

Schon jetzt konnte sie es kaum erwarten, ihm zu gehören. Ihm mit Haut und Haaren ausgeliefert zu sein. Sie schluckte trocken, als Aaron die schwere Haustüre hinter ihr ins Schloss drückte und den massiven Riegel vorlegte. »Wir wollen uns den Abend doch nicht von ungebetenen Gästen verderben lassen, oder?«, bemerkte er, als er ihren Blick sah.

»Nein«, erwiderte Mona leise. »Wir wollen die nächsten Stunden miteinander genießen.«

Zwei

»Hast du mal auf die Uhr geschaut?« Sarahs Stimme klang vorwurfsvoll, als Marc im Türrahmen erschien. Sie hatte es sich auf dem Sofa bei einem Glas Wein gemütlich gemacht und sich die Zeit mit einer Folge ihrer Lieblingsserie vertrieben. Die einzige Lichtquelle im Wohnzimmer war der Deckenspot. Sie fror und hatte sich die kuschelige Wolldecke bis zum Kinn gezogen, als irgendwann am späten Abend der Schlüssel im Haustürschloss gedreht wurde. Sie schaltete den Blu-ray Player ab. Auf einem Privatsender lief eine Talkshow. Die Gäste diskutierten aufgebracht mit der schwarzhaarigen Moderatorin.

»Es tut mir leid, Schatz.« Marc fuhr sich durch das dichte Haar und machte einen zerknirschten Gesichtsausdruck. Er trug eine blaue Arbeitshose und ein weißes T-Shirt mit dem Logo seines kleinen Elektrofachbetriebs auf der Brust. Dunkle Ringe hatten sich unter seinen Augen gebildet. »Ich musste noch fertigwerden heute.«

Sarah starrte auf den großen Flatscreen. »Die Kinder glauben schon, sie hätten keinen Vater mehr.« Sie richtete sich auf und stieß die Wolldecke fort. Tom und Lisa waren vor fast drei Stunden ins Bett gegangen. Sie hatten morgen früh Schule. »Du hättest wenigstens mal anrufen können«, sagte sie anklagend, als sich Marc zu ihr setzte und zärtlich einen Arm um ihre Schulter legte. »Tut mir wirklich leid, Schatz«, flüsterte er in ihr Ohr. Sanft beugte er sich zu ihr herüber und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn. »Die Firma macht mich momentan fix und fertig.«

Sie sah mit großen Augen zu ihm auf. »Es ist jetzt deine eigene Firma«, erinnerte sie ihn. Vor drei Monaten hatte Marc den Elektroinstallationsbetrieb seines Vaters Willy übernommen. Seitdem arbeitete er Tag und Nacht. Er war in den letzten Wochen um Jahre gealtert, so hatte es den Anschein. Marc sah sie nur morgens kurz, bevor er zur Arbeit ging und erst spät abends zu ihr heimkehrte. An manchen Tagen fühlte sie sich wie eine alleinerziehende Mutter. Die Sorgen und Ängste der Kinder, der Schulalltag, die Fahrten zum Sport und zu den Turnieren, alles blieb neben der Hausarbeit an ihr hängen. Die Halbtagsstelle im Reisebüro war eher eine Qual als eine Abwechslung vom tristen Alltag. Schon mehrmals hatte sie darüber nachgedacht, den Job an den Nagel zu hängen. Marcs Betrieb warf genügend Umsatz ab, sodass sie es eigentlich nicht mehr nötig hatte, arbeiten zu gehen. Lieber würde sie ihm im Büro seines kleinen Betriebes helfen, doch das hatte Marc bisher immer abgelehnt.

Er schuftete wie besessen, und Sarah fragte sich ernsthaft, wie lange er das noch durchhalten konnte. Marc war neununddreißig Jahre alt und litt schon jetzt unter der permanenten Anspannung und dem Druck, der auf ihm lastete.

»Seit Wochen geht das nun schon so, manchmal glaube ich, gar nicht mehr mit dir verheiratet zu sein«, klagte Sarah.

Marc biss die Lippen zusammen, es hatte den Anschein, dass er etwas sagen wollte, schwieg dann aber doch. Als er sich stattdessen wortlos an sie schmiegte, roch sie seinen Schweiß. Er hatte hart gearbeitet.

Unter anderen Umständen hätte sie ihn gebeten, duschen zu gehen. Doch es war spät, und Marc war total fertig. Sarah brachte es nicht fertig, ihn jetzt noch zu maßregeln. Sie konnte ihm nicht böse sein, wusste ja, warum er sich die Tage um die Ohren schlug – und dennoch fühlte sie sich ausgegrenzt. Gern hätte sie ihm in der Firma geholfen, hätte die Buchhaltung oder den Telefondienst übernommen, einfach nur, um ihn ein wenig zu entlasten.

»Ach, Schatz, wie lange soll das denn noch so weitergehen?«, fragte sie in versöhnlichem Tonfall.

Er schaute sie mit ausdrucksloser Miene an. »Ich weiß es auch nicht. Aber das Geld reicht noch nicht aus, um einen neuen Installateur einzustellen, der mich entlastet.«

»Ich gehe doch auch noch arbeiten«, erinnerte sie ihn.

Er lächelte und küsste sie. »Deine vierhundertfünfzig Euro reichen leider nicht, um einen Gesellen in Vollzeit zu beschäftigen.«

»An manchen Tagen fühle ich mich einfach machtlos und …«, sie suchte nach den richtigen Worten, »und so ausgebrannt, Schatz. Ich will dir helfen, weiß aber nicht, wie ich es anstellen soll. Und die Kinder vermissen dich auch. Sie sehen dich fast nur noch an den Wochenenden, und selbst da bist du von den Strapazen der Woche müde und schläfst dich aus.« Das Gezeter der Talkshow im Fernsehen nervte sie. Sarah schnappte nach der Fernbedienung und schaltete den Fernseher ab.

Marc nickte. »Es tut mir leid, Schatz. Sicher kommen auch bald mal wieder bessere Zeiten für uns.«

Die Frage nach dem Wann schluckte Sarah herunter. Sie wollte Marc nicht unnötig unter Druck setzen. Sie fuhr mit den Händen durch sein müdes Gesicht, schaute ihm tief in die Augen und unterdrückte den Gedanken, dass ihre Ehe zurzeit mehr schlecht als recht lief. Irgendwann hatte sie sich in Marc verliebt, ihm die ewige Treue und zu ihm zu halten geschworen – in guten und in schlechten Zeiten. Zwölf Jahre war das nun her. Sie hatten viele gute Zeiten erlebt, besonders, als Marcs Vater Willy noch im Betrieb, den er gegründet hatte, mitgearbeitet hatte. Doch ihr Schwiegervater war aus gesundheitlichen Gründen längst ausgeschieden. Willy und seine Frau Marianne verbrachten den Großteil des Jahres auf ihrer Finca in der Nähe von Palma de Mallorca.

Kurz dachte Sarah an die Anfänge der Beziehung mit Marc. Ein lustiger Typ war er gewesen, völlig vernarrt in sein Mountainbike, mit dem er ständig an irgendwelchen Rennen teilgenommen hatte.

Anfangs hatte sie gedacht, dass es ihn nur im Doppelpack mit Thomas, seinem besten Kumpel, gäbe. Die beiden waren ein Herz und eine Seele und hatten irgendwann als Jugendliche das Radfahren für sich entdeckt. So verbrachten die Jungs auch heute noch einen Großteil der Freizeit miteinander. Sarah überlege, ob es nicht schöner wäre, wenn auch Thomas endlich eine Frau fände. Dann könnte man vielleicht zu viert Freizeitaktivitäten genießen. Meistens blieb sie zu Hause, wenn Marc und Thomas mit den Bikes unterwegs waren.

Die Arbeit im Betrieb seines Vaters versah er, als wäre er ein normaler Angestellter mit einigermaßen geregelten Arbeitszeiten. Viel hatten sie unternommen, waren oft ausgegangen, hatten wilde Partys gefeiert, tolle Reisen unternommen oder einfach mal die traute Zweisamkeit in der ersten gemeinsamen Wohnung genossen. Wilden, hemmungslosen Sex hatten sie gehabt. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen hatte Sarah nicht sehr viele Erfahrungen mit anderen Männern gesammelt, bevor sie mit Marc zusammengekommen war. Es gab Jochen, ihren ersten Freund. Mit ihm hatte sie ihr erstes Mal im Zelt erlebt. Es war grausam, hatte sich schlecht angefühlt und war nach anderthalb Minuten schon beendet gewesen. Lutz war ihr zweiter Freund, er war ein paar Jahre älter und erfahrener als Jochen gewesen. Mit ihm hatte sie ihren ersten richtigen Orgasmus erlebt. Und dann war schon Marc gekommen. Auf einem Volksfest waren sie sich begegnet. Er hatte aus Versehen sein Bier über sie geschüttet. Hätte sie ihn anfangs am liebsten getötet, weil er ihre neue Bluse ruiniert hatte, so war die Wut schnell in Mitleid umgeschlagen. Völlig hilflos und mit schlechtem Gewissen hatte er sich bei ihr entschuldigt. Sie konnte ihm schon damals nicht böse sein. Bereits in der ersten Nacht hatten sie miteinander geschlafen. Es war traumhaft, hatte sich angefühlt, als wären ihre Körper füreinander geschaffen gewesen.

Von da an wusste sie, dass sie nie wieder mit einem anderen Mann schlafen wollte.

Während sie sich an ihre Anfänge erinnerte, wuchs das Verlangen in ihr. Sarah sehnte sich nach der guten alten Zeit zurück, wollte ein wenig von dem zurückhaben, was sie momentan so schmerzlich entbehrte.

Liebe, Zuneigung und leidenschaftlichen Sex.

Plötzlich spürte sie das Kribbeln in ihrem Leib.

Ob er jetzt mit mir …

Sie dachte den Satz nicht zu Ende und ging in die Offensive. Sicherlich liebte er sie noch, er war ein Mann und hatte bestimmt auch noch immer seine Bedürfnisse. Er schien ihre Sehnsucht längst bemerkt zu haben. Marc schaute ihr tief in die Augen, sie ertrank in seinem Blick.

Langsam richtete sie sich in seinem Arm auf. Ihr Gesicht näherte sich seinem Mund. Sarah spürte den Atem auf ihrer Haut und fühlte das Kribbeln der Begierde, die langsam von ihr Besitz ergriff. Ihr Mund berührte seine Lippen.

Marc schien nicht abgeneigt zu sein. Er erwiderte ihren Kuss und strich ihr sanft durch die Haare. Nachdem er seine Hände in Sarahs langen blonden Haaren vergraben hatte, zog er sie sanft, aber unnachgiebig zu sich heran. So nah, dass sie seinen Herzschlag deutlich spüren konnte. Hatte er sie anfangs fast schüchtern geküsst, so wurden seine Küsse jetzt besitzergreifender, leidenschaftlicher.

Sarah wollte die alte Leidenschaft, die sie so verbunden hatte, neu erleben. Sie schickte ihre Hände ebenfalls auf Wanderschaft, glitt mit den Fingerkuppen über sein Gesicht, abwärts zum Hals, öffnete die Verschlüsse seiner Arbeitshose. Der Latz klappte herunter, und sie zupfte an seinem T-Shirt herum. Unter der dünnen Baumwolle spürte sie seine Haut. Männlich, muskulös. Sanft kraulte sie seine Brust, fühlte, wie sich Marc unter ihren Liebkosungen aufbäumte. Auch er machte sich unter dem Stoff ihres Shirts zu schaffen, kraulte sanft ihren Rücken, tastete sich nach vorne und umschloss mit beiden Händen ihre Brüste.

Sarah trug keine Wäsche unter dem flauschigen Hausanzug. Sie genoss die Nähe, die Marc ihr in diesem Augenblick bot, und stöhnte leise auf, als seine Finger über ihre erigierten Knospen strichen. Ihre Brüste spannten und sendeten unentwegt winzige Stromschläge zwischen ihre Beine. Sie tastete sich in seinen Schoß vor, spürte die pochende Erektion in seiner Arbeitshose.

»Warte.« Er löste sich von ihr und stand auf. Rasch zog er sich das T-Shirt über den Kopf. Wie er so dastand, im schummrigen Licht des Wohnzimmers, mit einer Arbeitshose, die ihm bereits auf den Hüften hing, sah er unglaublich begehrenswert aus. Sarah hätte ihn stundenlang einfach nur anschauen können. Doch heute Nacht wollte sie mehr von ihm.

So wie er sie anlächelte, schlug ihr Herz ein paar Takte schneller. Sie liebte ihn so sehr, und so wie er sie in diesem Moment anschaute, liebte er sie auch.

Verflogen waren all der Ärger und der Frust, jetzt gab es nur noch sie auf der Welt.

Marc zögerte plötzlich. »Die Kinder …«, fragte er und blickte sich um.

»Schlafen«, antwortete sie mit einem Lächeln. Es wäre der absolute Albtraum für sie, wenn Tom und Lisa plötzlich im Türrahmen standen. Doch Sarah wusste, dass beide Kinder einen festen Schlaf hatten. Sie konnten es riskieren.

»Komm schon«, flüsterte sie ihm zu, während sie sich ebenfalls entkleidete. Im Schein der Lampe wirkte ihre Haut samtig und braun. Spitz ragten ihre Nippel auf. Zwischen ihren Schenkeln pulsierte es, und sie spürte die heiße Feuchtigkeit aus sich herausrinnen.

Langsam streifte sich Marc die Hose von den Hüften, mit spitzen Fingern streifte er Socken und die Boxershorts ab. Mit einer gleitenden Bewegung ließ er sich wieder zu ihr auf das Sofa sinken.

»Du bist wunderschön«, sagte er mit rauer Stimme, während er ihren Hals küsste.

Sarah spürte, wie sich die Hitze über ihren ganzen Körper ausbreitete. Ihr Puls raste, als Marc an ihrem Hals knabberte. Sanft und dennoch fordernd. Sie sank nach hinten und spürte seine Erregung an ihrer Hüfte. Mit einer Hand umschloss sie seinen Schaft und rieb die Vorhaut. Er stöhnte leise auf, bedeckte ihre Brüste mit heißen Küssen.

Als er sich in ihrer Hand noch weiter aufrichtete, schloss sie die Augen und genoss seinen herben Duft, sein wachsendes Verlangen nach ihr. Immer schneller rieb sie ihn, so lange, bis sie einen ersten Tropfen an seiner samtenen Spitze zwischen den Finger spürte.

Er hatte Druck, wollte sie schnell vögeln.

»Komm schon«, raunte sie ihm zu und glitt weiter nach hinten. Marc nickte stumm. Mit verklärtem Blick schob er sich zwischen ihre gespreizten Schenkel.

Sie stöhnte auf, als sie seinen Speer an ihrem Eingang fühlte. Längst war sie bereit, ihn tief in sich aufzunehmen. Nun schob er sich in sie, achtete dabei auf jede Regung in ihrem Gesicht, bedeckte ihre Haut mit seinen Küssen, dann begann er, sich im Takt der Lust zu wiegen.

Schnell und hart nahm er sie, nein, er benutzte sie. Doch Sarah war es recht. Sie liebte ihn, trotz aller Schwierigkeiten, die ihre Beziehung momentan so belasteten. Es war ihr gleichgültig, dass er nur mit ihr schlief, um seinen eigenen Druck abzubauen.

Sarah schwanden die Sinne. Sie nahm ihn tief in sich auf, schlang die Beine um die Hüften ihres Mannes, zog ihn fester an sich und legte beide Hände um seinen Nacken. Es tat so gut, ihn nach langer Zeit wieder einmal intensiv zu spüren. Er bewegte sich wundervoll, erreichte auch ihre intimste Stelle und genoss ihr Stöhnen an seinem Ohr.

»Gefällt es dir, Schatz?«, keuchte er.

»Ja, es ist großartig«, nickte sie.

Sarah stöhnte, als sie seinen heißen Atem auf ihrer Haut spürte, hob ihm das Becken entgegen und ermöglichte ihm so, sie ganz auszufüllen. Langsam näherte sich ihr Höhepunkt. Schon jetzt war sie bereit, sich von den Wellen der Leidenschaft davontragen zu lassen.

Kaum, dass sie sich fallen ließ, spürte sie, wie sich Marc tief in ihr aufbäumte. Mit einem heiseren Stöhnen auf den Lippen entlud er sich in ihren Unterleib.

»Komm«, stöhnte er. »Ich spritz dich jetzt voll.«

Nein, schrie alles in Sarah, noch nicht … ein paar Sekunden noch, bitte!

Doch für Marc gab es kein Zurück mehr. Er pumpte ihr mit zuckendem Becken seinen Liebessaft in den Schoß, bevor er erschöpft und verschwitzt auf sie sank.

Sarah glaubte es nicht. Marc unternahm keine Anstalten, auch ihr einen erlösenden Höhepunkt zu bescheren.

»Oh mein Gott«, flüsterte er. »Du bist der absolute Wahnsinn, Schatz.« Er küsste sie halbherzig, dann glitt er von ihr. Nachdem sich sein Puls beruhigt hatte, erhob er sich und klaubte die Sachen vom Boden.

»Es ist spät, ich muss ins Bett.« Er deutete nach oben. »Kommst du auch hoch?«

»Ja«, nickte Sarah und kämpfte vergeblich gegen die Tränen in ihren Augen an. Nie zuvor hatte sie eine derartige Kälte zwischen ihnen gespürt. Ihr Herz krampfte sich zusammen. »Ich komme sofort.«

Kaum, dass sie alleine war, schickte sie ihre Finger auf Wanderschaft. Noch immer brannte Sarahs Körper vor Begierde. Als sie ihre Brüste berührte, spürte sie die harten Nippel, die auf die Berührung reagierten. Wie Kirschkerne, so hart, standen ihre Knospen in die Höhe. Sarahs Finger glitten weiter abwärts, über den Bauch, bis hin zu ihrem Venushügel. Frisch rasiert war er, und als ihr Mittelfinger wie zufällig die Perle touchierte, kam ein Stöhnen über ihre Lippen.

Noch immer war sie wie elektrisiert. Sofort jagte der Kitzler eine Welle der Erregung durch ihren noch erhitzten Körper. Sie genoss es, sich selbst zum Höhepunkt zu reiben, gleichwohl fragte sie sich, warum es nicht Marc war, der ihr diese Wonnen bereitete. Früher hätte er sie niemals alleine gelassen, nicht, ohne dass sie auf ihre Kosten gekommen wäre. Sarah verdrängte die düsteren Gedanken und gab sich ihrem eigenen Liebesspiel hin. Immer schneller wirbelte ihr Finger über die ständig härter werdende Perle, sie wetzte ihre Klit, bis es ihr gelang, sich in längst vergangene Zeiten zu träumen. In ihrer Fantasie war es Marc, der sie berührte, der sie verwöhnte und mit seiner Zunge um den Verstand brachte.

Als ihr Finger zwischen ihre feuchten Labien glitt, fühlte sie Marcs Sperma, das sich den Weg nach außen suchte. Sie verrieb seinen Saft auf ihren Schamlippen und der Klit, dann leckte sie ihn genüsslich von den Fingerspitzen, bevor sie die Hand wieder in ihren Schoß gleiten ließ.

Sarah drang erst mit einem, dann mit zwei Fingern in sich ein. Hingebungsvoll masturbierte sie und stellte sich dabei vor, dass es Marc war. Sie war nass vor Sehnsucht nach ihm. Der Orgasmus kam mit solcher Macht, dass sie ihre Lust in ein Kissen stöhnen musste, um nicht das halbe Haus aufzuwecken. Ihr Becken zuckte wie in Ekstase, ruckartig zog sich ihr Unterleib zusammen, um sich im nächsten Moment schon wieder aufzubäumen. Ihre Haut schien zu brennen, sosehr breitete sich die Hitze aus. Der ganze Körper bebte, bevor Sarah völlig kraftlos zusammensank. War es im Traum ihr Mann gewesen, der ihr diese Lust bereitet hatte, fühlte sie sich jetzt einsam und verlassen. Die Kälte im Raum schien ihre kalten Klauen nach ihr auszustrecken. Fröstelnd zog sich Sarah die Wolldecke bis zum Kinn. Es dauerte nicht lange, bis sie in einen tiefen, traumlosen Schlaf fiel.

Drei

»Möchtest du ablegen?« Aaron deutete auf ihren Mantel.

Es durchzuckte sie wie ein Blitz. Wenn sie den dünnen Mantel jetzt abstreifte, stand fest, weshalb sie hier war.

Unter dem Mantel trug sie ein hauchdünnes, schwarzes Kleid mit V-Ausschnitt, der einen tiefen Einblick erlaubte. Am unteren Saum und an den Trägern wies es verspielte Spitzen-Applikationen auf; der Hingucker waren aber die in den Stoff eingearbeiteten transparenten Elemente, die wie winzige Schaufenster eine Menge nackter Haut preisgaben. 

Das Kleid war ein einziges Signal.

Auf der anderen Seite war es albern, den Mantel im Haus anzubehalten. Mit klopfendem Herzen löste Mona den Gürtel und öffnete die drei großen, perlmuttfarbenen Knöpfe. Ihr wurde heiß, als sie Aarons begehrlichen Blick sah. Kurz vergaß er die Rolle des diskreten Gentlemans und nickte anerkennend. »Sehr hübsch«, stellte er fest, während er Mona den Mantel abnahm. »Paris?«

»Mailand«, erwiderte Mona schnell und senkte den Blick. Er sollte nicht sehen, dass sie unter ihrem Make-up errötete. Tatsächlich war das Kleid aus Mailand. Sie hatte es in einer Patrizia-Pepe-Boutique für ein kleines Vermögen erstanden, doch da sie sich auf den ersten Blick in das Kleid verliebt hatte, musste die Urlaubskasse herhalten. Egal, wo sie in diesem Kleid auftauchte, die Blicke der Männerwelt waren ihr damit sicher. Und somit war es jeden hart ersparten Euro wert gewesen.

Aaron stand einfach da und betrachtete, nein, er bewunderte sie. Es war Mona, als bliebe sein Blick nicht auf ihrem Körper haften, es schien, als habe er die Fähigkeit, bis auf den Grund ihrer Seele vorzudringen. Plötzlich fühlte sie sich nackt vor diesem attraktiven Mann.

Aaron schien zu bemerken, was in Mona vorging. »Bitte entschuldige, ich wollte dich nicht anstarren.« Er lächelte, riss sich von ihrem Anblick ab und hängte den Mantel auf einen Bügel. Sorgsam strich er die Falten glatt, bevor er den Bügel an die Garderobe hinter der Haustür hängte.

»So«, sagte er zufrieden. »Sicher möchtest du etwas trinken?«

Tatsächlich fühlte sich Monas Kehle wie ausgedorrt an. »Gern«, sagte sie.

»Bitte folge mir.« Aaron ging voran. Er durchquerte den Eingangsbereich des Hauses, das Mona vom Einrichtungsstil an ein britisches Landhaus erinnerte. Auf dem Boden dämmten dicke Teppiche ihre Schritte. Neben der Holztreppe, die in das obere Stockwerk führte, stand eine chromglänzende Ritterrüstung. An den Wänden hingen schwere Gobelins, nur eine kleine Stehlampe sorgte für schummriges Licht.

Dieses Haus strahlte etwas undefinierbar Geheimnisvolles aus. Mona spürte, wie sich die Härchen auf ihren Unterarmen aufrichteten. Die Spannung im Raum war fast greifbar. Schweigend folgte sie dem gutaussehenden Hausherrn in eine Art Bibliothek. Die komplette rechte Wand wurde von einem deckenhohen Bücherregal beherrscht, das unter der Last der zahlreichen teils in Leder gebundenen Folianten zu bersten schien. Links gab es ein weinrotes Ledersofa, das Teil einer Sitzgruppe war. Davor ein niedriger Tisch, daneben ein bequemer Lesesessel. Es gab einen Kamin, der im Winter sicherlich für eine anheimelnde Stimmung und angenehme Wärme sorgte. Doch es war ein milder Sommerabend, und niemand benötigte ein Kaminfeuer.

Aaron machte sich an einer Hausbar zu schaffen. »Was darf ich dir anbieten?«

»Scotch?« Sie ärgerte sich, dass ihre Stimme immer noch zitterte. Die Anwesenheit dieses unglaublich anziehenden Mannes verunsicherte sie.

»On the rocks?«

»Gern.« Sie beobachtete ihn, wie er ihren Drink einschenkte und anschließend drei Eiswürfel in das Glas gab. Nachdem er sich einen Brandy genommen hatte, reichte er ihr das Getränk.

Mona nahm es an sich. Noch immer zitterte ihre Hand.

Sie prosteten sich zu, sein Blick schien wieder auf den Grund ihrer Seele vordringen zu wollen, mit einer solchen Intensität betrachtete Aaron sie. Ein wohliger Schauer rieselte ihren Rücken herab, und sie spürte ein angenehmes Ziehen im Unterleib. Nun stand sie ihm also gegenüber. Kennengelernt hatten sie sich in einem Internetforum. Einer Plattform, die Singles vermittelte, die sich nach Liebe sehnten. Nach körperlicher Liebe, wohlbemerkt. Es ging um Sex, um pure Lust und nicht um Emotionen. Vor zwei Wochen hatte Aaron ihr Profil besucht und sie mit einer Textnachricht kontaktiert. Das hatten zahlreiche Männer vor ihm getan, aber keiner war so geschickt bei der Wahl seiner Worte gewesen. Mit seiner kurzen Botschaft hatte er auf Anhieb ihr Interesse erregt. Es war ihm gelungen, mit wenigen Worten ein angenehmes Gefühl der Sehnsucht nach ihm, dem geheimnisvollen Unbekannten, erwachen zu lassen.

Mona hatte ihm geantwortet, anfangs kühl und distanziert. Doch er hatte sich nicht einschüchtern lassen. Irgendwann, es musste Ende letzter Woche gewesen sein, war es ihm gelungen, ihre Telefonnummer zu erfragen. Mona wusste nicht mehr, wie er es geschafft hatte, doch noch am selben Abend hatten sie miteinander telefoniert. Sofort war sie gefangen vom angenehmen Klang seiner Stimme, hätte dem warmen Timbre stundenlang lauschen können. Und sie hatte schnell bemerkt, dass Aaron bei aller Liebenswürdigkeit ein sehr dominanter und zielorientierter Mann war. Diese Sorte Mann zog Mona in den Bann, sie faszinierte die Singlefrau geradezu. Rückblickend war es die leichteste Übung für ihn gewesen, ein Treffen zu vereinbaren.

Wie ein liebesblinder Teenager war sie der Einladung in sein Haus gefolgt, ohne zu hinterfragen, ohne Risiken auch nur ansatzweise ins Kalkül zu ziehen.

Wie unter Hypnose hatte sie seinem Wunsch, sie persönlich so schnell wie möglich kennenzulernen, zugestimmt. In einem tranceähnlichen Zustand war sie am frühen Abend in ihre teuersten Dessous geschlüpft und hatte sich für das Patrizia-Pepe-Kleid entschieden. Nur um ihm zu gefallen. Einem Mann, dem sie noch nie im Leben zuvor begegnet war. Und schon jetzt war Mona ihm verfallen. Ein Blick seiner braunen Augen genügte, um sie auf der Stelle feucht werden zu lassen. Alles, wirklich alles durfte er heute Nacht mit ihr tun, darüber war sie sich jetzt im Klaren.

»Bist du bereit?«, riss sie seine raue Stimme aus den Gedanken.

»Bereit?« Sie nippte an ihrem Scotch und ließ die Hand mit dem Glas sinken. »Bereit wofür?«

»Nun«, lächelte er und schüttete sich den Brandy in die Kehle, bevor er das Glas auf dem kleinen Tisch abstellte und nähertrat. »Bereit für eine unvergessliche Nacht?«

Seine Selbstsicherheit ließ ihren Puls rasen. Mona spürte die innere Wärme aufsteigen und bekam weiche Knie.

Aaron trat vor sie und betrachtete sie.

Mona hielt seinem Blick stand, ertrank in den dunklen Augen und wehrte sich auch nicht, als er seine starken Hände auf ihre Schultern legte. »Zieh das Kleid aus.«

Schweigend und wie in Trance griff sie in den Nacken, um den Reißverschluss zu öffnen. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck beobachtete er, wie der Stoff fast lautlos zu Boden glitt. Nun stand Mona in BH und Slip, in halterlosen schwarzen Nylons und den Stiefeln vor ihm. Wie durch einen Nebel drang der Gedanke zu ihr durch, dass sie diesem Mann erst vor fünf Minuten zum ersten Mal begegnet war. Jetzt stand sie in erotischer Wäsche vor ihm und gab ihm mehr preis, als sie es je gewagt hätte.

Aaron nickte zufrieden. In seinen Augenwinkeln zuckte es, als er sie zu sich heranzog. Als er seine Lippen auf ihren Mund presste, schwanden Mona die Sinne. Sie bekam kaum noch Luft, als sie seine Zunge in ihrem Mund spürte. Längst schon war sie bereit für Aaron.

Während er sie küsste, glitten seine Hände über ihre Hüften, weiter aufwärts über den Rücken. Geschickt machte er sich am Verschluss ihres BHs zu schaffen. Ohne sie um Erlaubnis zu fragen, streifte er ihr die mit Spitze besetzten Träger von den Schultern. Fingerfertig schlug er die Körbchen nach unten. Wie reife Früchte lagen ihre prallen Brüste nun vor ihm. Der BH glitt zu Boden.

Voller Verlangen massierte Aaron ihre Brüste, zwirbelte die erigierten Knospen mit Daumen und Zeigefingern, bis Monas Kehle ein leises Stöhnen entwich.

Er löste sich von ihren Lippen. Seine Zunge zog eine feuchte Spur über ihr Kinn abwärts zum Hals.

Mona drohte das Gleichgewicht zu verlieren, als er seine Zähne wie ein Vampir in ihre Halsbeuge schlug und an ihrer Haut saugte, bis ihr schwindelig wurde. Ein kehliger Laut entrang sich ihren Lippen. Die Luft schien elektrisiert zu sein, so sehr knisterte es zwischen ihnen.

Monas Hände zitterten, als sie Aarons Kopf nahm und ihn zu ihren großen Brüsten führte. Sie erschauderte, als sie seinen Atem an ihren erigierten Nippeln fühlte.

»Beiß mich«, hauchte sie ihm zu.

Berauscht betrachtete er ihre fleischigen Brüste mit den dunklen Höfen, dann senkte er seine Lippen darauf nieder. Zuerst sanft und zaghaft biss er zu. Als sie seine Zähne spürte, stöhnte Mona auf. Aaron verstand es, ihre Lust durch den Schmerz zu steigern. Sie schloss die Augen und legte den Kopf in den Nacken. Unablässig schossen winzige Blitze in ihren Schoß und lösten eine feuchte Hitze aus, die sich langsam aber sicher zu einem Rinnsal bildete, das an den Innenseiten ihrer Schenkel herablief. 

Aarons Hand streifte an ihrem Körper abwärts, zog den Saum ihres spitzenbesetzten Slips zur Seite und glitt hinein. Sie reckte ihm das Becken entgegen, fieberte den Moment herbei, in dem er ihre intimste Stelle berührte.

Schwer lag sein Handballen auf ihrem Venushügel. Allein der sanfte Druck, den er ausübte, ließ sie erschaudern. Ein heiseres Stöhnen kam über Monas Lippen, während er sie mit der Hand und seinen Zähnen zugleich befriedigte. Zwei seiner Finger teilten ihre geschwollenen Schamlippen und fuhren in ihre Vagina. Mona drohte wegzusacken, doch er hielt sie mit der freien Hand fest, während er weiter an ihren Brüsten knabberte und mit den Fingern jeden Winkel ihrer intimsten Stelle erkundete. Ohne seine Zärtlichkeiten zu unterbrechen, schob er Mona rückwärts gegen den Sessel. Als sie das kalte Leder der hohen Lehne an ihrem Hintern spüre, erschauderte sie.

Aaron lachte leise, doch er fingerte sie unablässig weiter. Das leise Schmatzen, das dabei ertönte, regte Monas Lust so sehr an, dass es sie in andere Sphären trug. Bereit für ihn, spreizte sie die Schenkel. Mit jeder Bewegung seiner Finger touchierte sein Handballen ihre Klitoris.

»Hör nicht auf«, keuchte Mona, längst am Rand einer Ohnmacht angekommen. Ihr Becken zuckte unkontrolliert.

Mit einem überraschenden Ruck zog er die Hand zurück.

»Für gewöhnlich bestimme ich die Regeln«, sagte er leise und lächelte sie an. »Und du darfst noch nicht kommen.«

Mona blinzelte. Schweißperlen standen auf ihrer Stirn. »Bitte«, keuchte sie, »mach weiter, bevor ich es tue.«

»Du wirst auf deine Kosten kommen«, versprach er, sah jedoch keine Veranlassung, sein Spiel fortzusetzen. »Aber ich stelle die Bedingungen!«

Sie wimmerte, nickte aber und schaute zu ihm auf.

»Bist du bereit für mich? Hast du den Mut, dich auf mein Spiel einzulassen?«

In ihrem Zustand war Mona zu allem bereit, solange er sie nur bald erlöste. »Ja«, flüsterte sie. »Ich bin bereit.«

»Gut.« Seine Hand fuhr in die Tasche seines Sakkos. Er hielt ihr eine schwarze Lederschnur vors Gesicht. »Ich werde dich jetzt fesseln. Damit bist du mir ausgeliefert.« Er legte eine bedeutungsvolle Pause ein, bevor er fortfuhr. »Willst du das?« Seine starken Hände packten sie und drehten sie um. Nun konnte sie nicht mehr sehen, was er hinter ihrem Rücken tat.

»Bist du bereit?«, wiederholte er seine Frage in einem Unterton, die keinen Widerspruch duldete.

»Ja … Meister.« Mona fand keine Zeit, sich zu wundern, was sie da gesagt hatte. Wie mechanisch war ihr das Wort Meister über die Lippen gekommen. Noch bevor sie Gelegenheit hatte, darüber nachzudenken, legte er ihre Hände auf dem Rücken zusammen. Sie ließ ihn gewähren. Schnell band er ihr die Handgelenke mit dem Riemen zusammen. Er zog das Band fest, doch nicht zu stramm. Nur wenn sie sich in den Fesseln bewegte, schnitt das Leder in ihre Haut. Aber Mona hatte nicht vor, sich zu befreien. Kalt spürte sie das Leder auf ihrer erhitzten Haut.

»Beug dich vor«, verlangte Aaron.

Mona hatte das Gehirn längst abgeschaltet. Sie war ihm ausgeliefert und sie wollte ihm gehören. Schweigend kam sie seiner Aufforderung nach und beugte sich weit nach vorn.

Wie ein Schock durchströmte sie die Kühle des Leders, die sie nun an Bauch und den Brüsten fühlte.

Der Gedanke, dass Aaron jetzt hinter ihr stand und ihre feucht glänzende Kehrseite betrachten konnte, machte sie wahnsinnig vor Begierde. Unauffällig wandte sie den Kopf und schaute sich zu ihm um. Sein Blick war glasig, während er auf ihren Hintern und die Schamlippen blickte.

Weit geöffnet, mit feuchtem Glanz und schutzlos präsentierte sie sich ihm.

Mit marionettenhaften Bewegungen streifte er das Jackett ab und ließ es achtlos zu Boden fallen. Danach knöpfte er sich das Hemd auf. Sein leicht behaarter Oberkörper war muskulös. Die Haut schimmerte in einem gesunden Teint.

Jetzt öffnete er den Gürtel seiner Hose, löste den Knopf und zog den Reißverschluss auf. Mona konnte kaum erwarten, seine Männlichkeit zu sehen.

Aaron trug keine Unterhose. Bereit, um sie zu beglücken, ragte sein Penis ihr entgegen. Verzückt betrachtete Mona sein bestes Stück. Sein Penis war groß und verfügte über einen ansehnlichen Durchmesser. Steil ragte er in die Höhe, und Mona wagte kaum sich vorzustellen, wie er sich wohl in ihrem Schoß anfühlen möge. Wie gern hätte sie den geäderten Schaft, der so verlangend pochte, mit den Lippen umschlossen, bis er ihr die ersten Vorboten seiner Lust preisgäbe!

Aaron zog seine Vorhaut zurück, sodass sie die zartrosa Samtspitze erkennen konnte. Ein winziger Tropfen glänzte an der Öffnung. Schnell verrieb er den Liebesnektar mit einem Daumen, dann trat er näher an sie heran.

Mona war wie benommen, als ihr Blick auf den kleinen, chromglänzenden Gegenstand in Aarons Hand fiel. Das Ding hatte eine glatte Oberfläche und wies eine konisch zulaufende Form auf.

Ein Plug, durchzuckte es sie wie im Fieber. Was hatte er damit vor?

Details

Seiten
0
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783945298916
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v335510
Schlagworte
brich tabus band erotikroman erotischer roman

Autor

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    Kathy Fox (Autor)

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Titel: Brich alle Tabus mit mir: Erotikroman; Erotischer Roman