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Carls Tango

booksnacks (Kurzgeschichte, Liebe)

von Monika Detering (Autor)

2016 0 Seiten

Leseprobe

Kurz vorab

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie schön, dass du dich für diesen booksnack entschieden hast! Ich möchte dich auch gar nicht lange aufhalten, denn sicher hibbelst du der folgenden Kurzgeschichte schon voller Freude entgegen.

Aber ich möchte dir vorab ganz kurz die wichtigsten Merkmale einer Kurzgeschichte in Erinnerung rufen:

  1. Der Name ist Programm: Alle Kurzgeschichten haben ein gemeinsames Hauptmerkmal. Sie sind kurz.
  2. Kurz und knapp sind auch die Handlung und die erzählte Zeit (Zeitsprünge sind eher selten).
  3. Ganz nach dem Motto »Einleitungen werden total überbewertet« fallen Kurzgeschichten meist sofort mit der Tür ins Haus.
  4. Das zweite Motto lautet »Wer braucht schon ein Happy End?« Also bereite dich auf einen offenen Schluss und/oder eine Pointe am Ende der Geschichte vor. Das Geheimnis dahinter: Kurzgeschichten sollen dich zum Nachdenken anregen.
  5. Versuch deine Neugier zu zügeln, denn auch für die Beschreibung der Charaktere und Handlungsorte gilt »in der Kürze liegt die Würze«.
  6. Die Aussage des Textes ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Hier bist DU gefragt, um zwischen den Zeilen zu lesen und deine persönliche Botschaft aus der Geschichte zu ziehen.

Jetzt bist du gewappnet für unseren literarischen Snack. Und findest du nicht auch, dass man diesen gleich noch mehr genießen kann, wenn man weiß was drin ist?

Viel Spaß beim Booksnacken wünscht dir

Stephanie Schönemann

Programmleitung dp DIGITAL PUBLISHERS

Über die Kurzgeschichte

Carl war einsam und erst die Tangomusik lockte ihn nach draußen. Er meldete sich zum Tango-Kurs an, wo er nur zu gern mit der schönen Alice tanzte, so lange, bis er von ihren Plänen erfuhr. Nie hat er erfahren, was sie einst zu ihm sagen wollte. Nie hat er erfahren, dass sie einmal um ihn weinen würde …

Impressum

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Erstausgabe Juli 2016

Copyright © 2017, booksnacks,

ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH

Made in Stuttgart with ♥

Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 978-3-96087-011-1

Titel- und Covergestaltung: Özer Grafik Design, Ruth Papacek
unter Verwendung eines Motivs von
© Mihai Blanaru/fotolia.com

Korrektorat: Johanna Stotz

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Sämtliche Personen und Ereignisse dieses Buches sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, ob lebend oder tot, wären rein zufällig.

Carls Tango



Monika Detering

In eigener Sache …

Wie hat dir diese Kurzgeschichte gefallen? Hat sie dich gut unterhalten?

 Vielleicht möchtest du uns, anderen Lesern und dem Autor mitteilen, wie es dir mit dieser Geschichte ergangen ist? Für den Autor sind deine Eindrücke eine Wertschätzung der Zeit, die er mit Schreiben verbracht hat. Und sie sind eine Chance – denn nur mit dem Feedback von Lesern wie dir kann er sich weiterentwickeln. Und anderen Lesern hilfst du mit deiner Meinung dabei, auf Neues aufmerksam zu werden.

Wir freuen uns jetzt schon auf eine Rezension von dir in deinem bevorzugten Online-Shop.
Vielen Dank für deine Mühe!

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Über die Autorin

detering fuer ebook

Monika Detering wollte Schiffsjunge, Malerin oder Schriftstellerin werden. Die letzteren Wünsche waren den Eltern zu unseriös (vom ersten ahnte niemand etwas). Sie arbeitete viele Jahre als Puppenkünstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland wie Washington, Philadelphia und New York. Durch lange Aufenthalte an der Nordsee wurde das Meer ihr Sehnsuchtsort. Sie war als freie Journalistin tätig und entschied sich später für das belletristische Schreiben. Gemeinsam mit dem Autoren Horst-Dieter Radke erfand und schreibt sie die historische Krimiserie um Puff & Poggel, mit Blick in die 50er Jahre auf fiktive Ereignisse in Mülheim an der Ruhr. Als Gegenpol zum „Kriminellen“ veröffentlichen sie sommerleichte Inselromane. Neben dem gemeinsamen Schreiben publiziert jeder für sich Soloprojekte.

Monika Detering ist Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“ und den „42erAutoren“.“

Weitere Titel von Monika Detering bei dp DIGITAL PUBLISHERS

Macht, Gier und Haie

ISBN 978-3-96087-137-8

Zur Leseprobe

Wer liebt, stirbt zweimal

ISBN 978-3-94529-883-1

Mehr Infos hier

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Fichtenichts Seelen (ISBN 978-3-96087-084-5)

Finale (ISBN 978-396087-082-1)

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Hollywood Gruft (ISBN 978-3-96087-014-2)

Jördis’ Briefe (ISBN 978-3-96087-101-9)

Liebessehnsucht (ISBN 9783960871224)

Non, rien de rien (ISBN 978-3-96087-016-6)

Schuld zu Schuld (ISBN 978-3-96087-105-7)

Tupper Schneider (ISBN 978-3-96087-018-0)

Weihnachtsabschied (ISBN 978-3-96087-117-0)

Zehn, und noch keinen Busen (ISBN 978-3-96087-019-7)

Mehr zur Autorin findest du auf

www.digitalpublishers.de/autoren/monika-detering

www.monika-detering.de

www.facebook.com/monika.detering

Reinlesen

MGH_160x256pxMacht, Gier und Haie
Monika Detering
ISBN: 978-3-96087-137-8

Eine Haussanierung kann tödlich enden!

Als in Stralsund eine Frau erhängt aufgefunden wird, ahnt keiner die Folgen. Jahre später kauft ein Investor Wohnungen auf – dessen brutale Haussanierung veranlasst die Mieterinnen zu ausgefallenen Aktionen. Hausmeisterin Catrin ergeht sich in Rachefantasien … Dass Miethai Stübbe auf seiner Yacht stirbt, lässt Catrin gemeinsam mit den Mieterinnen unter Mordverdacht geraten. Eine von ihnen stirbt. Unfall? Oder Mord? Die Verdächtigungen greifen um sich. Kommissarin Jordan ermittelt und Catrin erfährt eine Wahrheit, die ihr Leben überschatten wird.

Neugierig geworden?
Wir wünschen dir viel Spaß bei der Leseprobe!

***

Leseprobe

1

Roland Stübbe lachte schallend und es klang hässlich. Was diese Leutchen immer wollten und forderten! War doch die Steegdorn, seine Mieterin, ohne Anmeldung in sein Büro gekommen. Das muss man sich einmal vorstellen! Meckerte und meckerte. Na, wie sollen wir denn sonst sanieren, bisschen Staub und etwas Lärm gibt es dann eben. So ist das. Soll sie doch ausziehen oder solange in ein Hotel gehen. Davon hat die Stadt genug. Mit: „Meine verehrte Frau Steegdorn, wir sollten uns ein anderes Mal darüber unterhalten. Leider muss ich jetzt zu einem Termin, der für mich wichtig ist“, hatte er die Frau ruhiggestellt. Er hatte sie dabei angelächelt; als seine Mieterin ihn skeptisch angesehen hatte, da lächelte er ein zweites Mal, obwohl er ihr am liebsten seine Meinung zu ihrer Kritik gesagt hätte. Sie verließ wortlos das Büro.

Er sah, dass die Zeit drängte. Aber ehe er sich zu dem Empfang aufmachte, las er sich noch eine Kleinanzeige in der Ostsee-Zeitung durch.

Eine gute Stunde später setzte Roland Stübbe ein bescheidenes Lächeln auf, und zeigte neben Zurückhaltung mit straffer Haltung seine Fitness. Die war ihm wichtig. Gesunde sportliche Menschen leisteten mehr, fand er. Stübbe trug den Ausdruck des erfolgreichen, anständigen Geschäftsmannes im Gesicht. Auf keinen Fall wollte er auf die Anwesenden zu herausfordernd oder protzig wirken. Zurückhaltend kannte ihn auch der Oberbürgermeister von Stralsund, der ihn als verdienten Bürger der Stadt im Rathaus hervorhob. Die Anerkennung saugte er wie ein Fisch ein, der nach Plankton gierte. Stübbe hatte eine Menge erreicht und strahlte innerlich vor Stolz, weil er sich im Rathaus befand, das er so schön fand. Er hatte ein Faible für die norddeutsche Backsteingotik, was auch mit seiner Tätigkeit zusammenhing. Er wähnte sich in dieser Stunde wie ein ehrbarer Kaufmann aus längst vergangenen Tagen, dessen Wort und Handschlag galt. Er handelte nicht mit Tuchen, wie es einst im Rathaus üblich gewesen war, er handelte mit Immobilien. Häuser und Wohnungen, Kauf, Abriss und Sanierung quer durchs Land – das war sein Leben. Das war sein Erfolg.

Er hatte sich einen Bart samt Schnäuzer wachsen lassen, dadurch wirkte er kernig, so, wie er sich die Norddeutschen vorstellte. So sah auch niemand sein fliehendes Kinn, in das manche womöglich mit Küchenpsychologie etwas hineinphantasierten. Die eher karge Art der Menschen hier oben entsprach seinem ostwestfälischen Naturell. Er fühlte sich wohl in Stralsund.

Er erinnerte sich nur zu gut daran, dass er vor zwei Jahren die Stadtväter nicht hatte überzeugen können, als er sie zu den Gleisen geführt hatte. Dort wo eine alte Fabrik sich vor und nach der Wende gegen den Verfall wehrte, Bäumchen wie Haare aus dem löchrigen Dach wuchsen, Scheiben eingeschlagen und Fensterhöhlen mit Pappe zugenagelt waren. Jetzt strahlte das Backsteingebäude im neuen Glanz und in die großen hellen Eigentumswohnungen mit Loftcharakter waren die ersten Bewohner eingezogen.

Inzwischen hatte er weitere Gebäude aufgekauft und ließ sanieren. Aktuell auch ein Haus vor der Anlage des Heilgeistklosters. In dessen Wohnungen wohnten die Mieter schon jahrelang und glaubten, für weitere Jahrzehnte ein Anrecht darauf zu haben. Zu einem Quadratmeterpreis, der unglaublich niedrig war.

Vier Wohnungen, vier Parteien. Frauen, die gut miteinander auskamen; vielleicht durch ihre unterschiedlichen Biografien. Die Schauspielerin Christel Zucker war mit einundachtzig die älteste und Autorin Jutta Tausendschön mit sechsundvierzig die jüngste.

Roland Stübbe hatte trotz der Feier im Rathaus seine Mieterinnen im Kopf, weil er empört war über das, was ihm sein Kompagnon berichtet hatte. Bis gestern war er in Bielefeld gewesen und hatte so die neuesten Entwicklungen verpasst. In der Stadt des Puddings hatte er nach dem Rechten geschaut; dort befand sich sein erstes großes Projekt. Und damit hatte er sich nicht verkalkuliert. Die Mieten waren hoch und er würde sie noch höher setzen. Wohlhabende Bürger gab es genug.

Details

Seiten
0
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783960870111
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v336000
Schlagworte
Sehnsucht Alleinsein Einsamkeit Tango Tanzen Tangokurs Tanzkurs Erinnerung Liebe book snacks snackbooks snack books Liebesroman Drama Kurzgeschichte

Autor

  • Monika Detering (Autor)

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