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Die richtige Technik (Kurzgeschichte, Krimi)

von Thomas Kowa (Autor)

2017 0 Seiten

Leseprobe

Kurz vorab

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie schön, dass du dich für diesen booksnack entschieden hast! Ich möchte dich auch gar nicht lange aufhalten, denn sicher hibbelst du der folgenden Kurzgeschichte schon voller Freude entgegen.

Aber ich möchte dir vorab ganz kurz die wichtigsten Merkmale einer Kurzgeschichte in Erinnerung rufen:

  1. Der Name ist Programm: Alle Kurzgeschichten haben ein gemeinsames Hauptmerkmal. Sie sind kurz.
  2. Kurz und knapp sind auch die Handlung und die erzählte Zeit (Zeitsprünge sind eher selten).
  3. Ganz nach dem Motto »Einleitungen werden total überbewertet« fallen Kurzgeschichten meist sofort mit der Tür ins Haus.
  4. Das zweite Motto lautet »Wer braucht schon ein Happy End?« Also bereite dich auf einen offenen Schluss und/oder eine Pointe am Ende der Geschichte vor. Das Geheimnis dahinter: Kurzgeschichten sollen dich zum Nachdenken anregen.
  5. Versuch deine Neugier zu zügeln, denn auch für die Beschreibung der Charaktere und Handlungsorte gilt »in der Kürze liegt die Würze«.
  6. Die Aussage des Textes ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Hier bist DU gefragt, um zwischen den Zeilen zu lesen und deine persönliche Botschaft aus der Geschichte zu ziehen.

Jetzt bist du gewappnet für unseren literarischen Snack. Und findest du nicht auch, dass man diesen gleich noch mehr genießen kann, wenn man weiß was drin ist?

Viel Spaß beim Booksnacken wünscht dir

Stephanie Schönemann

Programmleitung dp DIGITAL PUBLISHERS

Über die Kurzgeschichte

Wolltest du schon immer mal eine Geschichte lesen, in der ein versuchter Vergewaltiger so richtig eins übergebraten bekommt? Aber nicht mit Gewalt, sondern mit der richtigen Technik? Hier ist sie ...

Über den Autor

Thomas Kowa_ebookThomas Kowa, ist Autor, Poetry-Slammer, Musikproduzent, manchmal Weltreisender und Mitglied der Schweizer Fußballnationalmannschaft der Autoren. Während in seinen Thrillern fleißig gestorben werden darf, schafft er es in seinen Kurzkrimis, die Leser gleichzeitig zum Lachen und Fürchten zu bringen, und das meist ohne eine einzige Leiche.

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Mehr zum Autor findest du auf
www.digitalpublishers.de/autoren/thomas-kowa
www.thomaskowa.de
www.facebook.com/Thomas.Kowa.Autor/

Impressum

Erstausgabe April 2017

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© Erstausgabe 2017, booksnacks,
ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH

Made in Stuttgart with ♥

Alle Rechte vorbehalten

Die richtige Technik


ISBN 978-3-96087-149-1

Titel- und Covergestaltung: Özer Grafik Design, Friederike Müller

Bildnachweis: Kramografie/fotolia.com

Korrektorat: Daniela Pusch

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Sämtliche Personen und Ereignisse dieses Buches sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, ob lebend oder tot, wären rein zufällig.

Die richtige Technik



Thomas Kowa

Vorwort

Diese Kurzgeschichte habe ich 2010 für das Magazin Audimax geschrieben, die mit dem Kurgeschichtenwettbewerb folgende Botschaft in die Welt tragen wollte: »Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (also MINT) sind Knüller und unser aller Leben sähe ohne MINT-Errungenschaften ziemlich zappenduster aus.« Wahrscheinlich hatte ich damals zu viel Zeit, jedenfalls kann ich mir heute nicht mehr erklären, warum ich an dem Wettbewerb teilgenommen habe. Weitere Vorgabe war es, ein technisches Element in die Geschichte einzubinden. Ich persönlich finde, das ist mir extrem gut gelungen, jedenfalls, wenn man berücksichtigt, dass neben meinen Schulaufsätzen früher immer ein Satz stand: ›Thema verfehlt‹. Dabei bin ich heute noch überzeugt, dass die Lehrer nur nicht so sehr um die Ecke denken konnten wie ich. Wahrscheinlich wollte das Audimax Magazin auch irgendwelche High-Tech-Gerätschaften in ihre Super-Duper-Stories eingebaut haben, so wie den Flux-Kompensator und ich schreibe ausgerechnet über einen ... ach lest doch selbst ...

Und du gehst echt mit einem Walkman joggen?«, fragte Joachim und wischte sich den Schweiß von der Stirn.

Anita nickte. »Klar, warum denn nicht?«

Also, mit so einem alten Ding, mit Kassette drin und so?«

Ja, das haben schon in den 80ern alle gemacht. Deswegen heißen die Geräte Walkman.«

Aber so ein iPod ist viel leichter«, widersprach Joachim und zog seine verschwitzte Funktionsunterwäsche aus. Sein geplanter Waschbrettbauch tendierte immer noch in Richtung Waschmaschinentrommel. Er seufzte und legte den Walkman in seine Hand. »Der hat ja sogar ein Metallgehäuse. Warum schleppst du freiwillig so eine riesige Kiste mit dir herum?«

Was wir hier machen heißt Sport, oder?«, entgegnete Anita und nahm Joachim den Walkman wieder ab. »Da geht es nicht darum, es möglichst einfach zu haben.«

Aber damit versaust du dir deine Zeiten!«

Lauf ich um die Weltmeisterschaft?«, fragte Anita. »Ich laufe, um in Form zu bleiben, mehr nicht.«

Das tue ich auch«, entgegnete Joachim und schaffte es irgendwie, seinen Bauch gedanklich zu ignorieren. »Jetzt nehmen wir mal an, du wirst beim Joggen von einem Typen verfolgt. Da kommt es doch auf jede Sekunde an, oder?«

Anita schwieg. Das war tatsächlich ein Argument von Joachim, das sie nicht so leicht von der Hand wischen konnte. »Wie auch immer«, sagte sie. »Ich geh jetzt joggen. Du hast deine Runde schon hinter dir und bin mal wieder zu spät dran.«

Anita sparte sich die Bemerkung, dass es mühsam war, mit Joachim zu joggen, der an jeder Eisdiele dem schönen Leben hinterher trauerte. Schließlich waren sie auch kein Paar, sondern wohnten nur in derselben WG. Sie würden auch nie ein Paar werden. Nicht, dass sie Joachim nicht mochte. Aber zwei Dinge hielten sie davon ab: Erstens, sein Waschmaschinenbauch und zweitens seine Beziehung zu Stefan. Der hatte ein Sixpack und das, ohne zu joggen, ohne Diät und ohne Sport. Das Leben war manchmal ungerecht.

Anita schnallte sich den Walkman um, stellte sich vor ihr Kassettenregal und überlegte, was ihr heute beim Laufen helfen sollte: Das beste Album von Radiohead, respektive das erste und einzige der Band, dass es noch als Tape zu kaufen gegeben hatte? Oder doch eines der Mixtapes, die immerhin ein wenig aktueller waren? Vielleicht aber auch eine Folge der Drei Fragezeichen?

Sie hatte keine Ahnung, warum sie sich für diese Hörspiele noch interessierte, Kindheitserinnerungen wohl. Oder weil es so schön einfach war, die Fälle zu lösen? Schließlich waren sie für Jugendliche mit einer kurzen Aufmerksamkeitsspanne gemacht und sie schon fünfundzwanzig und kurz vor dem ersten medizinischen Staatsexamen. Vielleicht waren die Drei Fragezeichen aber auch einfach ihr Fernsehersatz.

Sie fand es langweilig, alleine vor der Glotze zu sitzen und in der WG lief immer etwas. Wenn auch manchmal nur in der Kiste. Allerdings nicht in der von Joachim, denn das hatten sich die WG-Mitbewohner dann doch verboten. Man war ja tolerant, aber zwei nackte Männer beim Liebesspiel konnten schon etwas lauter werden. Zumindest wenn es sich um Joachim und Stefan handelte.

Details

Seiten
0
Erscheinungsform
Erstausgabe
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783960871491
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v358426
Schlagworte
technik kurzgeschichte krimi

Autor

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    Thomas Kowa (Autor)

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