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Mein heißer Toyboy (Erotischer Roman)

von Bettina Kiraly (Autor)

2017 0 Seiten

Leseprobe

Über dieses E-Book

Als Monika in einer Bar den zwanzig Jahre jüngeren, attraktiven Louis kennen lernt, lässt sie sich nur zu gerne auf einen One-Night-Stand ein. Seine zärtlichen Küsse und Berührungen sind genau das, wonach sie sich gesehnt hat. Doch die Nacht mit ihm verändert sie für immer … Auch wenn Louis sie gerne wiedersehen würde, kommt für sie keine Beziehung mit einem Mann in Frage, der ihr Sohn sein könnte. Sie verabschiedet sich schweren Herzens von Louis in dem Wissen, ihn nie wieder zu sehen.
Doch das Schicksal hat etwas Anderes für die beiden vorgesehen. Was passiert, wenn Monikas Toyboy kein One-Night-Stand für eine Nacht bleibt?

Impressum

Secret Desires

Erstausgabe Juni 2017

Copyright © 2020 Secret Desires, ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Made in Stuttgart with ♥
Alle Rechte vorbehalten

E-Book-ISBN: 978-3-96087-221-4

Covergestaltung: Antoneta Wotringer
unter Verwendung von Motiven von
123rf.com: © Katarzyna Białasiewicz
Lektorat: Daniela Höhne

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Sämtliche Personen und Ereignisse dieses Werks sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, ob lebend oder tot, wären rein zufällig.

Abhängig vom verwendeten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

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Kapitel 1

Mittwoch

Eigentlich hätte ich von Anfang an Nein sagen sollen. Gleich bei seiner Frage, ob er mir ein Bier spendieren dürfe. Und das Rauchen habe ich doch schon vor langer Zeit aufgegeben.

Trotzdem lache ich gerade viel zu laut über seinen Witz und lege dabei meine Hand auf seinen Unterarm. „Ich mag deinen Humor.“

„Du weißt gar nicht, wie viel ich an dir mag.“

Das Lachen vergeht mir. Ich ziehe an meiner Zigarette. „Du kennst mich nicht.“

„Ich habe vor, das in den nächsten Stunden zu ändern.“ Seine Augen blitzen auf, während er seine Brauen kurz nach oben zieht.

Ein paar Sekunden lang lasse ich den Gedanken zu, dass er die Wahrheit sagt, dass er tatsächlich an mir interessiert ist. „Wie alt bist du eigentlich?“

„Spielt das eine Rolle?“, fragt er zurück.

„Für mich schon.“

„Dreiundzwanzig.“ Er sagt das so leicht dahin, doch ich zucke zusammen.

Dieser attraktive Mann ist zwanzig Jahre jünger als ich. Schon beim Hereinkommen ist er mir aufgefallen. Sein zerzaustes, etwas zu langes Haar, das ausdrucksstarke, sonnengebräunte Gesicht, die Muskeln auf seinem Oberkörper, die sich unter dem Shirt bewegen. Bei meinem Eintreten hat gerade eine kurvige Blondine erfolglos versucht, bei ihm zu landen. Und dennoch hat er sich vor ein paar Minuten neben mich auf den Barhocker geschoben. Dank guter Karten im Gen-Poker werde ich oft für jugendlicher gehalten, als ich bin. „Solltest du nicht lieber eine der anderen Frauen hier anbaggern?“

„Ich mag Frauen, die Dank ihrer Erfahrung genau wissen, was sie wollen.“

Die perfekte Antwort. Und ich will ihm glauben. Ich verliere mich im Blick in seine braunen Augen. Eine Mischung aus Karamell und dunkler Schokolade. Die hellen Flecken in seiner Iris scheinen zu funkeln. „Wie heißt du eigentlich, Romeo?“

„Louis“, antwortet er. „Nicht verwandt mit de Funès.“

„Bist du nicht zu jung, um den Komiker noch zu kennen?“ Sein auf meine Frage folgendes Lachen sendet ein Kribbeln über meine Haut. Es klingt so rau, so dunkel, so voller Versprechen.

„Du scheinst mich zu unterschätzen, Julia.“

Ich öffne den Mund, um ihn zu korrigieren. Aber muss er meinen wahren Namen überhaupt kennen? Ist dieser Moment nicht zu magisch, um ihn mit der Realität in Berührung kommen zu lassen?

Seine Augen scheinen zu leuchten, als er sich näherbeugt. „Warum bist du heute alleine hier, Julia? Weshalb hat mich nicht schon längst der Mann deines Herzens dafür verprügelt, dass ich mit dir flirte?“

„Vielleicht ist dein Charme nicht so offensichtlich, wie du glaubst.“

„Das wäre eine Schande. Lass mich anders fragen: Wieso sitzt eine wunderschöne Frau wie du an einem Wochentag abends in dieser Bar?“

Die Frage ist berechtigt. Ich weiß selbst nicht genau, warum ich auf dem Heimweg hier eingekehrt bin. Das Lokal wirkt von innen nicht einladender als von draußen. Das Licht ist schlecht. Die Barhocker sind abgenutzt. Die meisten Besucher finden vermutlich nicht mehr alleine nach Hause. In meinen schwarzen Jeans und der weißen Bluse passe ich nicht zu den anderen Gästen. Und dennoch erschien es mir eine gute Idee, hier drinnen ein Bier zu bestellen, statt heimzufahren.

„Ich wollte nicht alleine sein“, gestehe ich. „Der Gedanke an meine stille Wohnung ist schuld daran, dass ich hier gelandet bin.“

„Dann habe ich unglaubliches Glück gehabt.“ Er zwinkert mir zu. „Normalerweise trinke ich mein Feierabendbier lieber in der Bar an der Ecke, aber dort hat sich heute eine geschlossene Gesellschaft eingemietet.“

„Das Glück scheint auch auf meiner Seite zu sein“, wage ich eine kecke Antwort. Nach einem letzten Zug von meiner Zigarette dämpfe ich sie im Aschenbecher vor mir aus. „In netter Gesellschaft schmeckt dieses Bier gleich noch viel besser.“

„Darf ich dir ein Geheimnis verraten?“

Nach einem kurzen Zögern nicke ich.

Er rückt näher an mich heran, streicht mir eine Strähne meines langen Haares hinters Ohr. Als er sich vorbeugt, um mir ins Ohr zu flüstern, streift sein Atem über meine Wange. Es verursacht einen Schauer auf meiner gesamten Haut.

„Das Gefühl von Einsamkeit ist mir wohlbekannt. Eine Unterhaltung alleine vertreibt es nicht. Aber ich kenne eine Möglichkeit, wie man sich einem anderen Menschen ganz schnell nahe fühlen kann.“

Natürlich ist mir bewusst, warum er mich angesprochen hat. Ich bin nicht so naiv, von ihm keine Hintergedanken zu erwarten. Aber wenn er jetzt einen plumpen Annäherungsversuch starten oder gar eine schnelle Nummer vorschlagen sollte, wäre ich mehr als enttäuscht.

„Und worum handelt es sich?“

„Nichts stellt so einfach eine Verbindung her wie ein Kuss. Eine Berührung von Lippen. Atem, der getauscht wird. Vertrautheit, die ganz plötzlich entsteht.“ Er berührt mit dem Mundwinkel meine Wange.

Ich muss die Augen schließen. In meinem Magen entsteht eine Hitze, die die Zeit verlangsamt. Mein Mund ist mit einem Mal wie ausgetrocknet. Meine Lippen prickeln. Ich glaube, den Kuss bereits zu spüren.

Die Beschreibung von Louis löst etwas in mir aus. Lange schon habe ich derartiges Begehren, eine solche Sehnsucht nach Nähe nicht mehr empfunden. Schon vor meiner Scheidung ist Sex nicht mehr sonderlich wichtig für mich gewesen. Doch nun erinnere ich mich allzu deutlich an den Zauber, der dem Anfang innewohnt.

„Ich würde dich sehr gerne küssen“, flüstert er. Seine Lippen berühren mein Ohrläppchen.

Ein Hitzepfeil schießt durch meine Mitte. Verlangen bringt die Muskeln in meinem Becken dazu, sich zusammenzuziehen. Gott, ich habe nicht damit gerechnet, so etwas noch einmal zu fühlen. In meinem Alter wird Rationalität und Vernunft von mir erwartet. Und trotzdem will ich gerade nichts mehr, als mit diesem jungen Mann von hier zu verschwinden und richtig unvernünftige Dinge zu tun. Der Duft seines Aftershaves steigt mir in die Nase und verdreht mir zusätzlich den Kopf.

„Darf ich?“, setzt er nach.

„Du solltest nicht … Ja.“ Immer noch sind meine Augen geschlossen. Ich wage nicht, mich zu bewegen, als er die Luft scharf einsaugt. Die Aufregung lässt mein Herz beinahe explodieren.

Er legt seine Hand an meine Wange und verändert seine Sitzposition. Sein Mund ist meinem so nahe, dass ich seine Wärme spüren kann. „Die Vorfreude ist etwas ganz Besonderes. Aber ich weiß schon jetzt, dass es dieser Kuss auch sein wird.“ Und dann streift Louis’ Unterlippe meine.

Gott, wenn er mich noch länger warten lässt, übernehme ich das Ruder!

Sanft tanzen seine Lippen über meine. Er verstärkt den Druck, bevor er sich wieder zurückzieht. Seine Zähne knabbern an meiner Oberlippe. Dann leckt er darüber, als müsse er die Stelle kühlen.

Wie erstarrt lasse ich diese Nähe zu. Ich genieße diese intime Berührung. Wenn er im Bett nur annähernd so zärtlich und vorsichtig ist, wie er küsst, bringt er seine Partnerin vermutlich um den Verstand.

Er löst sich von mir und geht auf Abstand.

Endlich öffne ich die Augen. Mit einem Mal sehe ich mein Leben in einem anderen Licht. Immer nehme ich auf die Bedürfnisse von anderen Rücksicht. Ständig stelle ich meine Wünsche hinten an. Meine Familie steht immer an erster Stelle. Sogar jetzt noch versuche ich, es meinem Exmann recht zu machen. Doch das hier … Ich will mehr davon und werde es mir holen.

Mir ist egal, was meine Familie von mir denken würde, wenn sie mich jetzt sehen könnte. Es zählt nicht, dass wir in dieser Bar Zuschauer haben. Jetzt bin ich an der Reihe.

Ich lege meine Hand in Louis’ Nacken und ziehe seinen Kopf wieder zu mir heran. Sein Haar fühlt sich weich unter meinen Fingern an.

Unser erster Kuss ist zurückhaltend, sanft gewesen. Jetzt lehne ich meinen Oberkörper an ihn. Ich presse meinen Mund auf seinen, gleite mit meiner Zunge über den Spalt zwischen seinen Lippen, erobere seine Mundhöhle. Da ist ein Feuer in mir, das mein altes Ich auslöscht und das mich zu einem anderen Menschen macht.

Louis erwidert meinen Kuss leidenschaftlich. Der Zufall hat uns zusammengeführt. Doch nun verbindet uns das Verlangen.

Keuchend löse ich mich von ihm, weil es nicht reicht. Ein Typ zwei Hocker entfernt von uns grölt. An einem Tisch in der Nähe lacht jemand. Ich verschwende keinen weiteren Gedanken an sie.

„Wohnst du in der Nähe?“, erkundige ich mich atemlos.

„Ich … Vielleicht zehn Minuten Autofahrt. Willst du …?“ Die hellen Flecken in seinen Augen schmelzen. Zurück bleibt dunkle Schokolade.

„Du hast doch keine Freundin, Louis?“

Er schüttelt den Kopf. „Glaubst du, dann hätte ich dich angemacht?“, fragt er fast beleidigt.

„Warum sollte ich dich für den treuen Typ halten? Wir kennen uns nicht. Noch nicht. Lass uns gehen.“ Ich stehe auf und schnappe mir meine Tasche. Mit der freien Hand greife ich nach seinen Fingern und ziehe ihn zum Eingang.

Draußen bleibe ich stehen. „Wo ist dein Auto?“

Er deutet in die Richtung, bewegt sich aber nicht von der Stelle. „Nur damit das klar ist: Auch wenn mein Auftreten da drinnen sehr direkt war, bin ich ein netter, ehrlicher Kerl. Ich habe dich nicht angesprochen, weil ich gehofft habe, es könnte sich so etwas ergeben. Ich fand dich sofort sympathisch und …“

„Ja, klar“, unterbreche ich ihn. „Du hast mich doch schon rumgekriegt. Lass uns ein wenig Spaß haben.“

Nach einem Nicken bringt er mich zu seinem Wagen und öffnet mir die Beifahrertür. Was für ein Gentleman. Als er sich auf den Fahrersitz geschoben hat, umfasse ich noch einmal sein Gesicht mit beiden Händen und küsse ihn. Er legt eine Hand an meinen Hinterkopf und vertieft den Kuss.

Irgendwie finde ich ihn total süß. Er scheint genau zu wissen, was er will und wie er es bekommt. Gleichzeitig wirkt er wie ein normaler, bodenständiger Kerl. Ein Mann, wie man ihn sich vermutlich als Schwiegersohn wünscht. Aber heute Nacht gehört er mir.

Er löst sich von mir und startet den Wagen. Während er zu seiner Wohnung fährt, versuche ich meinen Herzschlag zu beruhigen. Ich bin nervöser als bei meinem ersten Date mit Peter. Mein Ex und ich haben es damals langsam angehen lassen. Unsere Beziehung hat sich gemächlich entwickelt. Doch Louis will etwas anderes von mir. Ich sitze neben ihm in diesem Auto, weil wir Sex haben werden. Meine Erfahrungen sind beschränkt. Ob ich wirklich in der Lage bin, mich in dieses Abenteuer zu stürzen? Nein, solche Zweifel werde ich nicht zulassen!

In meiner Ehe bin ich zurückhaltend, beinahe bieder gewesen. Nun werde ich in eine andere Rolle schlüpfen. Ich habe vor, diesen Abend, diesen Urlaub von meinem Leben zu genießen. Für ein paar Stunden werde ich fordernd, sündig und leidenschaftlich sein. Danach wartet ohnehin mein alter Trott auf mich.

„Wie weit ist es noch?“, erkundige ich mich und schicke meine Hand auf Wanderschaft. Louis’ Oberschenkel fühlt sich muskulös an. Ich fahre mit den Fingernägeln darüber und spüre, wie er erzittert.

„Nicht mehr lange.“

Aber das ist mir nicht schnell genug. Ich schiebe meine Hand höher in seinen Schritt. Als ich die Ausbeulung in seiner Hose mit leichtem Druck massiere, stöhnt er laut. Seine Härte fühlt sich verboten gut an. Ungeduldig nestle ich am Reißverschluss und versuche sie zu befreien.

„Wenn du so weitermachst, schaffe ich es nicht bis zu mir nach Hause“, keucht er. „Ich kann mich nicht konzentrieren.“

„Sieh es als Übung für deine Ausdauer.“ Endlich gelingt es mir, eine Hand in seine Shorts zu schieben. Sein Schaft liegt seidig schwer in meiner Hand und zuckt freudig, als ich ihn umfasse.

Neuerlich stöhnt Louis. „Schlimmes Mädchen.“

Oh ja. Heute Nacht beabsichtige ich, ein richtig böses Mädchen zu sein. Eine Sekunde überlege ich, ihn mit meinen Lippen zu kosten, lasse dann aber davon ab. Ich will ihm nicht zu sehr einheizen, sonst endet unser Ausflug noch im Straßengraben.

Mit quietschenden Reifen bleibt er stehen, parkt den Wagen ziemlich schief in einer Parklücke und springt dann aus dem Auto.

Ich steige ebenfalls aus. Louis schließt seine Hose und den Wagen ab, bevor er nach meiner Hand greift. Ich folge ihm zum Eingang eines Hochhauses. Auf dem Herweg habe ich auf die Umgebung gar nicht geachtet. Keine Ahnung wo genau in Wien wir uns befinden und wie ich wieder zu meinem Auto gelange. Um dieses Problem werde ich mich später kümmern.

Jetzt betreten wir ein älteres Gebäude. Louis ruft den Lift. Sobald sich die Kabinentüren hinter uns schließen, drängt er mich gegen die Wand und küsst mich.

Keine Spur mehr von Zurückhaltung. Stattdessen gleitet er mit seinen Lippen ruhelos über meine. Seine Zunge neckt mich hungrig nach mehr. Er presst seinen Oberkörper an mich. Sein Knie zwängt sich zwischen meine Beine. Als er dabei über meine Mitte reibt, stöhne ich auf. Ich schlinge ihm die Arme um den Hals und will ihm noch näher sein.

Er streicht über meine Seite, knetet meinen Po, was mich seufzen lässt. Der Knoten in meinem Magen erwärmt sich immer mehr, schickt Hitze durch meinen ganzen Körper. Wie ausgehungert nach physischer Nähe ich bin. Ich würde mich von ihm auch hier in diesem Lift nehmen lassen.

Bevor wir in eine verfängliche Situation geraten können, öffnen sich die Lifttüren. Louis lässt mich abrupt los und macht einen Schritt von mir weg.

„Guten Abend, Louis“, grüßt eine junge Frau grinsend und steigt ein.

Louis greift wieder nach meiner Hand und zieht mich aus der Kabine. „Schönen Abend, Jana.“ Dann trägt der Lift Louis’ Bekannte nach unten.

Mein Gesicht wird heiß. „Eine Nachbarin?“

Er nickt. „Du musst dir keine Gedanken wegen ihr machen. Die Wände sind dick, und sie kommt ohnehin erst spät wieder zurück.“

„Aha.“ So viele Informationen wären gar nicht notwendig gewesen.

Wir gehen ein Stück den Gang runter. Dann sperrt Louis seine Wohnungstür auf. Ich schmiege mich währenddessen an seinen Rücken. Aus irgendeinem Grund gelingt es mir nicht, meine Finger von ihm zu lassen.

Als wir seine Wohnung betreten, sehe ich mich kurz um. Im Vorraum gibt es nicht viel zu entdecken. Eine Garderobe, ein Schuhregal, eine schmale Kommode. Die Wände weiß gestrichen. Der Boden heller Laminat. Mehr darf man in einer Junggesellenbude auch nicht erwarten. Nachdem ich aus meinen Schuhen geschlüpft bin, stelle ich meine Tasche daneben ab.

„Willst du etwas trinken?“, fragt Louis.

Ich schüttle den Kopf und lasse mich auf meine Knie nieder. Der Reißverschluss seiner Jeans lässt sich nicht leicht nach unten ziehen. Anscheinend hat er vorhin ein Stück Stoff seines Shirts eingeklemmt. Während ich mich mit dem Verschluss abmühe, streife ich immer wieder über seine Härte.

Louis stöhnt. „Sag mir, wie du heißt“, bittet er mit rauer Stimme.

„Wozu?“

„Ich will deinen Namen seufzen können.“

Diese Worte bringen mein Herz zum Explodieren. Das ist so … heiß. „Monika“, flüstere ich und wünsche mir einen exotischeren, aufregenderen Namen.

„Monika“, wiederholt er. Und mit einem Mal klingt das Wort unglaublich erotisch.

Endlich gibt der Reißverschluss seiner Jeans nach. Ich ziehe sie mitsamt seiner Boxershorts nach unten und schiebe sein Shirt nach oben. Nach einem Kuss auf seinen Bauch lasse ich meinen Mund weiter nach unten wandern. Bewusst quäle ich ihn ein wenig, indem ich ihn nur meinen warmen Atem spüren lasse, bevor ich meine Lippen um seine Männlichkeit schließe.

Er schmeckt unglaublich gut. Ich errege ihn, bis er zu zittern beginnt. Mit einer Hand umfasse ich seinen Schaft, um sein Vergnügen noch zu erhöhen. Die freie kralle ich in seinen Po, damit ich das Gleichgewicht nicht verliere.

In meinem Mund wächst er weiter an. Ich kann es kaum erwarten, ihn woanders zu spüren. Meine Bemühungen werden energischer, als ich mir vorstelle, wie es sich anfühlen wird, wenn er …

„Nicht so“, keucht er. Schwer atmend stoppt er mich und zieht mich vom Boden hoch.

Nach einem zittrigen Kuss macht er einen Schritt vorwärts. Seine Jeans, die ihm bis zu den Knöcheln runtergerutscht ist, scheint im Weg. Er steigt aus der Hose und führt mich zu einer der Türen im Gang. Dahinter liegt ein kleines Schlafzimmer. Ein bequem wirkendes Bett und ein Kasten nehmen den meisten Platz in dem Raum ein. Die Helligkeit, mit der die mehrflammige Leuchte jeden Winkel des Zimmers ausstrahlt, behagt mir nicht.

„Können wir das Licht nicht auslassen?“, bitte ich.

„Ich will dich doch anschauen.“ Während Louis meinen Hals küsst, öffnet er den ersten Knopf meiner Bluse.

Er muss nicht alles von mir sehen. Anscheinend ist ihm immer noch nicht klar, wie alt ich bin. Bestimmt fühlt sich meine Haut ohnehin nicht mehr jugendlich straff an. „Vielleicht hast du eine Lampe, die nicht so grell ist“, schlage ich vor.

Als er über die Stelle unter meinem Ohrläppchen leckt, die so empfindlich ist, stöhne ich laut. Noch ein Knopf springt auf. Der BH, für den ich mich heute Morgen entschieden habe, zählt nicht zu meiner verführerischsten Unterwäsche. Aber wie hätte ich ahnen können, dass sie außer mir noch jemand zu Gesicht bekommen würde?

„Louis, bitte“, murmle ich, als seine Finger am nächsten Knopf nesteln.

Er holt tief Luft. Dann läuft er zum Bett und knipst das kleine Nachtlicht an. Sobald die helle Deckenleuchte ausgeschaltet ist, fühle ich mich wohler. Um mich zu bedanken, gehe ich zu ihm und reibe mich an ihm. Mit meinen Händen streife ich über seine Oberschenkel und umfasse seine Härte.

„Ich kann mich nicht mehr gedulden“, gesteht er. „Wenn ich noch eine Sekunde länger warten muss, verliere ich den Verstand.“ Er beißt in meine Schulter und öffnet meine Bluse zur Gänze.

Dass er mich dermaßen begehrt, macht mich an. Ich bin feucht, bereit. Wir beide sollten uns nicht länger quälen. Ich helfe ihm aus seinem Shirt, streife meine Hose ab und ziehe ihn dann zum Bett.

Louis landet auf mir, drückt mich in die Matratze. Er schiebt meinen BH zur Seite und saugt an meiner Brustwarze. Als er seine Zähne benutzt, um mich weiter zu reizen, erzittere ich unter dem süßen Schmerz.

Nur beiläufig nehme ich wahr, dass er an meinem Slip zerrt. „Eigentlich genieße ich den Ruf, ein geduldiger, einfühlsamer Liebhaber zu sein. Aber ich kann mir jetzt keine Zeit nehmen. Bei der zweiten Runde, okay?“

Ich nicke. Viel mehr könnte ich ohnehin nicht mehr ertragen.

Er wirft meinen BH und meinen Slip zur Seite, bevor er mich hungrig betrachtet. Mit leichter Unsicherheit biete ich meinen Körper seinen Blicken dar. Wenn es meine Zeit erlaubt, gehe ich ins Fitnesscenter, um der Schwerkraft entgegenzuwirken. Entdeckt er meine Makel, die ich nicht auslöschen kann? Gefällt ihm trotzdem, was er sieht? Er wird es sich doch nicht anders überlegen?

„Du bist so wunderschön“, flüstert er endlich. Aus dem Nachttisch holt er ein Kondom und zieht es sich über.

Vorsichtig rollt er sich wieder auf mich. Seine Härte drückt sich gegen meinen Oberschenkel. Er verändert seine Position. Dann spüre ich, wie er ein Stück in mich eindringt und innehält.

Ich vergesse zu atmen, werfe den Kopf zurück, als er sich ganz langsam weiter in mich schiebt. Das tiefe Stöhnen, das über meine Lippen kommt, klingt fremd in meinen Ohren. Es ist so lange her, dass ich mich derart begehrt gefühlt habe. Eine erste Träne rinnt aus meinem Augenwinkel.

Fast ehrfürchtig vorsichtig beginnt Louis, sich zu bewegen. Er verschränkt seine Finger mit meinen, erzeugt dabei eine Nähe, die mir den Atem raubt. Es ist so viel mehr, als ich erwartet habe.

„Alles in Ordnung?“ Er küsst meine Tränen weg.

„Ja. Es ist perfekt.“ Ich schlinge meine Beine um seine Hüften, hebe mich ihm entgegen.

Seine Zunge leckt eine Spur von meiner Wange zum Hals. An meiner Schulter knabbert Louis an meinem Schlüsselbein.

Immer noch benutzt er langsame Stöße, die mich zum Zittern bringen. Glaubt er, vorsichtig sein zu müssen? Will er jede Sekunde intensiv genießen? Welche Gründe es auch immer für seine Zurückhaltung gibt, ich möchte mehr. Ich drücke ihn zur Seite und drehe mich mit ihm herum, bis ich auf ihm zum Sitzen komme.

In dieser neuen Position habe ich die Kontrolle. Louis’ Blick ist dunkel, voller Verlangen. Sein Gesichtsausdruck zeigt kurz Überraschung. Als ich mich hochstemme und gleich wieder auf ihm niederlasse, schließt er die Augen. Ich reite ihn immer schneller, während er meine Brüste knetet.

Alles in mir strebt auf diesen einen Moment zu, in dem die Anspannung in mir explodieren wird. Ich verliere meine Scheu, weil mein Körper so offensichtlich in der Lage ist, Louis Vergnügen zu bereiten. Seine Atmung beschleunigt sich. Er spannt sich unter mir an.

Nicht so schnell. Nur noch ein paar Sekunden, dann bin ich auch so weit!

Er schiebt seine Hand zu der Stelle, an der unsere Körper sich vereinen, reibt mit dem Daumen über die Perle, die sich nach seiner Berührung gesehnt hat. Eine kurze Bewegung seines Fingers, und ich stürze ohne Vorwarnung im freien Fall zu Boden.

Die Muskeln in meinem Körper ziehen sich zusammen. Bei jeder Kontraktion spüre ich Louis in mir. Er stöhnt, krallt seine Finger in meine Hüfte und stößt ein letztes Mal zu. Dann erstarrt er. „Gott! Monika!“ Sein Oberkörper bäumt sich auf. Er schlingt seine Arme um mich und drückt mich zu sich, bis ich auf seiner Brust zum Liegen komme.

Unser beider Atem geht schnell. Wir klammern uns aneinander fest, bis unsere Herzen sich langsam beruhigen.

Nach ein paar Minuten, die auch Stunden sein könnten, richtet er sich mit mir auf. „Wollen wir gemeinsam duschen?“, fragt er. Seine Augen, die zuvor noch so dunkel gewesen waren, schimmern jetzt wie Bernstein.

Mit einem Mann duschen? So etwas habe ich schon ewig nicht mehr gemacht. Aber seine nackte Haut an meiner fühlt sich so gut an. Ich möchte diese Nähe noch nicht verlieren. Also nicke ich.

Hand in Hand gehen wir in Louis’ Badezimmer. Auch hier sieht man auf den ersten Blick, dass es keine Frau benutzt. Es ist spartanisch eingerichtet, aber ich finde Gefallen daran. Ein Stapel dicker, weicher, weißer Badetücher wartet neben einer Flasche Duschgel und einem Shampoo.

In der Duschkabine haben wir zu zweit überraschend viel Platz. Louis stellt die Wärme des Wassers auf eine angenehme Temperatur ein. Er gibt einen Klecks Duschgel in seine Hand und kommt mit blitzenden Augen auf mich zu. „Dann wollen wir dich mal sauber machen.“

Meine Beine fühlen sich von meinem heißen Ritt immer noch wacklig an. Als Louis jetzt beginnt, mit seinen Händen Schaum auf meiner Haut zu erzeugen, muss ich mich an der gefliesten Wand abstützen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Er arbeitet sich von meinen Schultern tiefer zu meinen Brüsten.

Das Begehren schießt neuerlich durch meinen Körper. Mit geschlossenen Augen genieße ich Louis’ Berührungen. Als seine Hand über meinen Bauch streicht, beiße ich mir auf die Lippen. Ich ahne, was auf mich zukommt, weiß nicht, ob ich die Beine spreizen oder zurückweichen soll.

Völlig überraschend lässt er von mir ab. Überrumpelt schreie ich auf, als er mich mit festem Griff umdreht. Wieder beginnt er mit seiner zärtlichen Säuberungsaktion bei meinen Schultern.

Ich spüre, wie ein Teil der Last der letzten Jahre von mir abfällt. Mit jeder Minute in Louis’ Nähe fühle ich mich befreiter, lebendiger. In den vergangenen Monaten habe ich mich beinahe vergessen. Jetzt endlich bin ich mir selbst wieder ganz nah. Wie sehr habe ich so etwas wie das hier gebraucht.

Er reibt das Duschgel von meinem Rücken bis zu meinem Po. Plötzlich schlingt er einen Arm um mich. Seine freie Hand legt sich auf meine Scham. Mein Herz beginnt davonzugaloppieren, noch bevor Louis mit mir zu spielen beginnt. Er taucht zwischen meine Falten in meine Enge, die ihn heiß und nass empfängt. Seine Handinnenfläche stimuliert mich mit jedem Stoß seiner Finger.

Stöhnend stütze ich mich mit beiden Händen an der Wand vor mir ab. Das Wasser prasselt warm auf mich nieder. Doch die Feuchtigkeit fühlt sich bald kühl an, weil sich meine Haut immer mehr erhitzt.

Dank seiner geschickten Finger rauscht es bald darauf in meinen Ohren. Mein Herz vergisst zu schlagen, kurz bevor mich der Höhepunkt überrollt.

Louis küsst meine Schulter, während ich schwer atmend die völlige Entspannung meines Körpers willkommen heiße. „Warte hier auf mich“, meint er, bevor er die Dusche verlässt.

Ein trockenes Lachen kommt über meine Lippen. Wo sollte ich denn in diesem Zustand hingehen? Ich wäre nicht mal in der Lage, einen Fuß vor den anderen zu setzen, wenn gleich neben mir eine Bombe einschlagen würde. Ich lasse meine Augen geschlossen und hebe mein Gesicht dem Wasserstrahl entgegen.

Wenige Augenblicke später ist Louis zurück. Er hat sich ein Kondom geholt und übergestreift. Er umfasst neuerlich meine Taille, drückt meinen Oberkörper nach vorne und reibt seine Härte an meinem Po. „Bereit für die nächste Runde?“

Noch einmal? Meine Beine sind doch bereits Wackelpudding! Mein Innerstes zerfließt wie Schokolade in der Sonne. Neuerlich suche ich Halt an der Wand. „Ich weiß nicht …“

Er lacht und küsst meinen Rücken. Da ich mich selbst festhalte, lässt er mich los und umfasst von hinten meine Brüste. Mit Daumen und Zeigefinger reibt er über die immer noch harten Knospen, zieht leicht daran. Die Schockwelle breitet sich bis in meine Mitte aus. Meine Beckenmuskulatur zieht sich zusammen, sehnt sich nach mehr.

„Warum gelingt es dir so leicht, mich zu erregen?“, frage ich, ohne eine Antwort zu erwarten.

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    Bettina Kiraly (Autor)

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