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Ein prickelnder Tod

von Helmut Hafner (Autor)

2019 0 Seiten

Leseprobe

Kurz vorab

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

wie schön, dass du dich für diesen booksnack entschieden hast! Wir möchten dich auch gar nicht lange aufhalten, denn sicher hibbelst du der folgenden Kurzgeschichte schon voller Freude entgegen.

Vorab möchten wir aber ganz kurz die wichtigsten Merkmale einer Kurzgeschichte in Erinnerung rufen:

  1. Der Name ist Programm: Alle Kurzgeschichten haben ein gemeinsames Hauptmerkmal. Sie sind kurz.
  2. Kurz und knapp sind auch die Handlung und die erzählte Zeit (Zeitsprünge sind eher selten).
  3. Ganz nach dem Motto »Einleitungen werden total überbewertet« fallen Kurzgeschichten meist sofort mit der Tür ins Haus.
  4. Das zweite Motto lautet »Wer braucht schon ein Happy End?« Also bereite dich auf einen offenen Schluss und/oder eine Pointe am Ende der Geschichte vor. Das Geheimnis dahinter: Kurzgeschichten sollen dich zum Nachdenken anregen.
  5. Versuch deine Neugier zu zügeln, denn auch für die Beschreibung der Charaktere und Handlungsorte gilt »in der Kürze liegt die Würze«.
  6. Die Aussage des Textes ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Hier bist DU gefragt, um zwischen den Zeilen zu lesen und deine persönliche Botschaft aus der Geschichte zu ziehen.

Jetzt bist du gewappnet für unseren literarischen Snack. Und findest du nicht auch, dass man diesen gleich noch mehr genießen kann, wenn man weiß was drin ist?

 

Viel Spaß beim Booksnacken wünscht dir

Dein booksnack-Team

booksnacks

Über dieses E-Book

Am Fuße einer Anhöhe inmitten einer saftig grünen Wiese findet man die Leiche von Oliver Kreuzer. Nichts deutet auf ein Kapitalverbrechen hin. Unweit des Fundorts der Leiche bemerken die Kriminalbeamten aber einige Ungereimtheiten. Ein Sektkorken gibt ihnen Rätsel auf. Im Haus des Toten stößt man auf ein Notizbuch mit einer herausgerissenen Seite, auf der die Umrisse einer Telefonnummer erkennbar sind. Ist Hauptkommissarin Emma Kilian dem Täter dicht auf den Fersen?

Impressum

booksnacks

Erstausgabe April 2019

Copyright © 2020 booksnacks, ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Made in Stuttgart with ♥
Alle Rechte vorbehalten

E-Book-ISBN: 978-3-96087-481-2

Covergestaltung: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
unter Verwendung eines Motivs von
shutterstock.com: © Dmitri Gristsenko
Korrektorat: Daniela Pusch

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Sämtliche Personen und Ereignisse dieses Werks sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, ob lebend oder tot, wären rein zufällig.

Abhängig vom verwendeten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

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Es hätte so ein schöner Sonntag werden können. Ein Glas Rotwein genießen und an nichts denken. Schon gar nicht an Arbeit. Aber dann kam dieser dämliche Anruf ihres Assistenten Lohmann.

„Kommen Sie schnell, Chefin, wir haben eine Leiche“, hatte er gesagt.

Normalerweise passieren die meisten Kapitalverbrechen ja, rein statistisch betrachtet, von Montag bis Freitag. Normalerweise. Aber vielleicht war das ja auch gar kein Verbrechen. Sondern nur ein stinknormaler Herztod. Emma Kilian, die Hauptkommissarin, beugte sich über den Toten. Sein Name war Oliver Kreuzer. Ein Mann in den besten Jahren, Anfang vierzig, sportlich, gutaussehend, ja attraktiv. Keine äußeren Anzeichen von Gewalt.

Und genau das machte Emma Kilian stutzig. Der Mann lag inmitten einer saftig grünen Wiese, am Fuße einer kleinen Anhöhe. Es sah so aus, als sei er nach unten gerollt worden. Wie eine Bowlingkugel! Emma schüttelte den Kopf. Wie sehr musste man einen Menschen hassen, um ihn zu behandeln wie eine Bowlingkugel, fragte sie sich.

„Wer hat uns überhaupt angerufen, Lohmann?“

„Eine gewisse Anna Sagmeister. Sie ist die Haushälterin von Oliver Kreuzer und hat ihn schon gestern als vermisst gemeldet. Das wäre auch nicht weiter aufregend, aber sie hat zufällig ein Telefonat mitbekommen. War wohl ein Streit mit einer Frau.“

„So, so, zufällig“, sagte Emma vieldeutig und lächelte in sich hinein. Die Haushälterin war sicher das ideale Auskunftssystem, dachte sie. Aber zunächst musste mal der Tatort, wenn es denn überhaupt einer war, genauestens unter die Lupe genommen werden.

„Lohmann, während sich der Doc den Toten ansieht, nehmen wir uns die Wiese hier vor. Wir beginnen da oben.“ Kilian wies ihrem Kollegen die Stelle, von der sie annahm, dass es sich um den Tatort handelte. Es war in der Tat ein idyllisches Plätzchen, das sich Kreuzer da zum Sterben ausgesucht hatte. Weit genug von der Straße weg, um ungestört ein Picknick abhalten zu können. Genau! Ein Picknick, das ist es doch!, durchfuhr es die Kommissarin plötzlich. Mit Riesenschritten hastete sie jetzt nach oben. Immer wenn sie einen Geistesblitz hatte, musste sie den Dingen sofort auf den Grund gehen.  

Eine handvoll Kastanienbäume bildeten die Grenze zu einem kleinen Parkplatz. Unmittelbar davor erschloss sich ein riesiges Areal, für das sich offenbar keiner verantwortlich fühlte. Jedenfalls hatte Kilian noch nie so viele Gänseblümchen auf einem Haufen gesehen. Ein geradezu romantischer Ort. Unweit der Kastanienbäume, kurz bevor die Wiese abschüssig wurde, bemerkte sie ein Plätzchen von etwa drei Quadratmetern. Hier musste eine Decke gelegen haben, weil das Gras an dieser Stelle immer noch plattgedrückt war. Ein Picknick ganz allein?, fragte Kilian sich.

„Sehen Sie mal, Chefin?“ Lohmann hielt etwas in der Hand.

„Na, sieh mal einer an, ein Sektkorken. Gut gemacht, Lohmännchen.“ So nannte sie ihren Assistenten äußerst selten. Sie musste also mit ihren Gedanken schon sehr viel weiter sein, als er bisher angenommen hatte.

„Und, Doc, was können Sie uns sagen?“

Details

Seiten
0
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783960874812
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v464204
Schlagworte
spann-ung-en-de Kurz-geschichte Mord Krimi-nal-fall-kommissar Rätsel-hafter Mord Mörder

Autor

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    Helmut Hafner (Autor)

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