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Mein Freund, die Angst

Wie Sie Panikattacken im Alleingang loswerden

von Markus Szaszka (Autor)

2019 0 Seiten

Leseprobe

Über dieses E-Book

Den polnisch-österreichischen Autor Markus Szaszka traf die Angst unvorbereitet. Sie kam aus dem Nichts und blieb. Wie ein ungebetener Gast richtete sie sich in seiner Psyche ein und veränderte sein Leben grundlegend.  
In Mein Freund, die Angst gewährt Markus Szaszka einen schonungslos ehrlichen Blick auf die lähmende Wirkung von Panikattacken und Angststörungen sowie einen umsichtigen und gleichzeitig entschlossenen Weg aus dem „Malheur“ Angststörung hinaus.
Markus Szaszka erzählt, wie er seine Panikattacken los wurde, zeigt Lösungswege auf und gibt Hilfestellungen. Auf eine persönliche und kompakte Art liefert dieses Buch Akut-Tipps und -Hinweise, wie Betroffene mit ihren Angststörungen umgehen können.

Impressum

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Erstausgabe April 2019

Copyright © 2019, Storyvents GmbH
Made in Lüneburg
Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 978-3-94804-504-3
Taschenbuch-ISBN: 978-3-94804-505-0

Covergestaltung: Buchgewand
unter Verwendung von Motiven von
© Evgenia L/shutterstock.com, © robuart/shutterstock.com und © sunnyws/shutterstock.com
Lektorat: Nadine Buranaseda

Abhängig vom verwendeten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

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Storyvents – „We bring stories to life!“

I
Dir geht’s mies, ich weiß

Wenn du dieses Buch liest, geht es dir höchstwahrscheinlich miserabel. Es kommt dir vielleicht so vor, als hättest du die Kontrolle über dein Innenleben verloren. Du wünschst dir Besserung, aber du kannst dir nicht so recht vorstellen, wie es besser werden soll.

Wenn das der Fall ist, dann fühle ich mit dir. Es ist ein richtig beschissenes Gefühl. Viel wichtiger ist aber, zu verstehen, dass es dir bald wieder gut gehen wird. Das mag momentan nicht besonders realistisch für dich klingen, aber du kannst mir getrost glauben, weil ich selbst durchgemacht habe, was du gerade durchmachst. Falls du gewillt bist, etwas für deine Besserung zu tun, kann ich sie dir sogar versprechen.

Also lass uns nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern kommen wir gleich zum Kern der Angelegenheit, damit du bald wieder ruhig, zufrieden und angstfrei auf einer Parkbank sitzen und Enten auf einem Teich oder den Sonnenuntergang bestaunen kannst, sollte dir so etwas Kitschiges liegen – mir schon.

Akut-Tipp Nr. 1:

Falls du derart große Konzentrationsschwierigkeiten haben solltest, dass es dir schwerfällt, diesen Text zu lesen, dann probier Folgendes: Manchen Betroffenen hilft Musik erstaunlich gut, um den Angstkreislauf zu durchbrechen. Versuch’s einfach. Wenn’s klappt, verschaffst du dir eine kurze Verschnaufpause. Wenn nicht, was soll’s – dann hast du nichts verloren.

Am besten hörst du ein paar Songs von einem deiner Lieblingsinterpreten, optimalerweise sind es Lieder, die dich emotional positiv beeinflusst haben, etwa an erfreuliche Begebenheiten erinnern oder motivieren, deinen mentalen Arsch hochzubekommen. Und wenn du besonders mutig bist, kannst du währenddessen einen Spaziergang um den Block machen. Bewegung ist ebenfalls ein gutes Erste-Hilfe-Mittel gegen die Angst.

II
Dir wird es wieder besser gehen

Du fragst dich vielleicht – beziehungsweise hoffentlich –, wie ich mir so sicher sein kann, dass du dich eines nicht allzu fernen Tages wieder in einer kitschigen Szenerie à la Hollywood wiederfinden könntest. Ganz einfach: Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch.

Eine Studie [1] hat ergeben, dass sich über neunzig Prozent der Angstpatienten, die aktiv etwas gegen ihre Erkrankung tun, nach ein bis fünf Jahren als vollständig oder beinahe vollständig geheilt bezeichnen. Vielen geht es bereits nach einem Jahr deutlich besser als zu Beginn ihrer Erkrankung. Die Krux an der Geschichte: Rund die Hälfte aller Angstpatienten lässt sich weder behandeln noch tut sie selbst etwas, um ihre Ängste und Panikattacken in den Griff zu bekommen. Diese Menschen geben sich auf, und es gelingt ihnen häufig erst nach zehn Jahren und mehr, aus ihrem dunklen Loch herauszuklettern – oder nie.

Die Besserung einer Angststörung kann damit auf eine simple Formel heruntergebrochen werden, die der Komplexität dieser Thematik zwar nicht gerecht wird, dafür den Kern dieses Ratgebers und meines Anliegens an dich verdeutlicht: Arbeitest du an dir und deiner Psyche, wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach bald keine Panikattacken mehr haben, tust du es nicht, wirst du wahrscheinlich noch lange leiden.

Eines möchte ich an dieser Stelle gesondert hervorheben, weil realistische Erwartungen eine Voraussetzung sind, damit eine möglichst effiziente Selbsthilfe im Bereich der Angst- und Panikbewältigung geleistet werden kann. Nach Beginn der Eigentherapie dauert es in der Regel ein paar Wochen oder Monate, bis sich eine erste deutliche und nachhaltige Besserung der psychischen Befindlichkeit einstellt. Mit manchen Methoden und Hilfsmitteln können auch sofort, von jetzt auf gleich, gute, bessere und sogar fantastische Momente in deinem Leben erzeugt werden – was wir auch tun werden –, aber eine andauernde Verbesserung erfordert Arbeit und Zeit.

So wenig, wie eine Angststörung von heute auf morgen entsteht, so wenig kann sie in kürzester Zeit wegoperiert oder weggezaubert werden, auch wenn das einige Wunderheiler im Internet versprechen. Du überweist ihnen Geld und sie coachen dir per Skype-Telefonat deine Panik weg … Nein, so geht das – leider – nicht.

In diesem Buch werde ich immer wieder Akut-Tipps geben, die sofort helfen können, es aber nicht müssen. Abgesehen von verschreibungspflichtigen Tabletten, denn die helfen auf jeden Fall und sind dementsprechend mit Vorsicht zu genießen, da sie nicht ohne Nebenwirkungen funktionieren und süchtig machen und folglich wieder zu Panikattacken führen können. Aber eins nach dem anderen. Die „Wundertabletten“ werde ich in den Kapiteln V und VI dieses Ratgebers näher behandeln.

Und falls du sofort auf die Akut-Tipps aus bist, was ich schwer annehme, weil ich deine Situation nur zu gut kenne, dann schau sie dir ruhig in Kapitel XIII in gesammelter Form an. Dennoch empfehle ich dir, danach das ganze Buch zu lesen, da die Akut-Tipps keine langfristige Besserung deiner Situation erwirken können, sondern dazu da sind, dir Luft zum Atmen zu verschaffen.

Und jetzt kommen wir schon zu dem, was dir helfen wird, diesen ganzen Mist hinter dir zu lassen: deine Arbeit an dir selbst aka deine Konfrontation mit Situationen, die dir Angst machen. Wenn du aktuell permanent Angst und Panik hast, wirst du dir jeden der für dich wichtigen Lebensbereiche wieder zurückerkämpfen müssen. Das dauert zwar ein bisschen, aber es zahlt sich so was von aus! Wie der große Philosoph Will Smith einst so schön sagte: „The best things in life are on the other side of fear“ – Die besten Dinge im Leben befinden sich auf der anderen Seite der Angst.

Akut-Hinweis Nr. 1:

Von einer Panikattacke stirbt man nicht. Es droht dir kein Herzinfarkt, kein Schlaganfall oder Ähnliches. Es kommt dir nur so vor!

Da hätte ich auch selbst draufkommen können, wirst du vielleicht denken. Ja, das glaube ich auch. Und das bist du auch, denn nur, wer sich aufgibt, bleibt zurück, aber du tust schon etwas, damit es dir besser geht, zum Beispiel liest du dieses Buch. Wichtig ist nur, zu verstehen, dass du diese „Arbeit an dir selbst“ durchführen musst und sie niemand sonst für dich erledigen kann, nicht der Pillenarzt, kein Therapeut, nicht die Familie, Freunde oder der Partner. Helfen kannst dir nur du!

Das geht langsam oder halbwegs schnell, deprimiert oder halbwegs spaßig. Wenn du Lust hast, machen wir es auf die halbwegs schnelle und spaßige Art.

[1] Vgl. Universität Greifswald: Panik ist heilbar, in: https://www.scinexx.de/news/biowissen/panik-ist-heilbar/ (aufgerufen am 15.01.2019)

III
Moment mal! Wer ist dieser Typ überhaupt?

Guten Tag, mein Name ist Markus Szaszka. Heute bin ich Roman- und Sachbuchautor, Essayist für eine Zeitung, und ich arbeite voller Hingabe bei Selfpublishingo.com, wo ich junge Autoren auf ihrem Weg zu Ruhm und Ehre begleite. Das alles mache ich von zu Hause, einem Café oder einer Bar aus, so wie ich es mir als Teenager erträumt habe.

Vor drei Jahren war ich ein Häufchen Elend. Ich war zwar schon damals daheim tätig, aber in Berufen, die mich nicht glücklich machten, nämlich als SEO-Texter und Ghostwriter akademischer Arbeiten. Beides bereitete mir Schuldgefühle, weil ich Leute unterstützte, die nicht ganz „sauber“ waren – aber das ist eine andere Geschichte.

Mittlerweile spreche ich gerne mit Menschen aller Art. Sooft es mir möglich ist, treffe ich Freunde auf einen Kaffee oder ein Bierchen und plausche bei Gelegenheit mit dem Bäcker oder dem Postboten und auch sonst mit jedem, der mir über den Weg läuft.

Vor drei Jahren habe ich es nach Möglichkeit vermieden, mit irgendwem zu sprechen. Wenn ich jemanden traf, musste ich diese Person gut kennen und am liebsten alleine mit ihr sein, da mich die kompetitive Gruppendynamik von mehr als zwei Menschen schnell überforderte. Ich ging lieber zu Fuß, als mit der U-Bahn zu fahren, auch wenn es sich um lange Strecken handelte, und war heilfroh, dass ich manchmal tagelang mit niemandem reden musste und mich zu Hause einsperren konnte.

Inzwischen gehe ich, manchmal wenn ich ein wenig Zeit übrighabe, einfach so nach draußen, um mich mit einem Zufallspassanten in einem Park oder sonst wo auszutauschen. Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber mir tut der Kontakt zu anderen Menschen gut, weshalb ich mir möglichst viel davon hole.

Damals war ich noch derart in mich gekehrt, dass man mich beim Bestellen an einem Imbiss oder beim Bezahlen im Supermarkt kaum hören konnte. Ich war sowohl schüchtern als auch introvertiert (was nicht das Gleiche ist), vor allem aber ängstlich (wieder ein anderes Paar Schuhe).

Akut-Hinweis Nr. 2:

Laut Susan Pinkers Buch The Village Effect, 2014 erschienen, haben Faktoren wie Rauchen, Trinken, Sport, Ernährung und ähnliche Fitness-Evergreens einen geringeren Einfluss auf unser zu erwartendes Lebensalter als soziale Aspekte, wie zum Beispiel das soziale Netzwerk, in das wir eingebunden sind, die Qualität unserer täglichen Interaktionen mit anderen, ob wir alleine leben, in einer WG oder mit einem Partner.

In den vergangenen Jahren hat sich vieles in meinem Leben zum Positiven verändert, und obwohl Erfolge in meiner Karriere als Schriftsteller sowie die Vermählung mit meiner Frau dazugehören, bleibt für mich das herausstechende Highlight dieser Zeit, dass ich mir meine Angststörung im Alleingang habe austreiben können. Ohne diese Leistung wären all die anderen Errungenschaften nämlich nicht möglich gewesen.

Ich hoffe sehr, dass dir meine Geschichte auf deinem Weg der Genesung helfen wird, und möchte mit dem Tag null beginnen, an dem ich meine erste Panikattacke hatte.

Was vor diesem Tag in meinem Leben passiert war, ist für den Zweck dieses Buches nicht zwingend wichtig. Klar, es hat zu der Zeit gewisse Aspekte gegeben, die den Ausbruch meiner psychischen Störung gefördert haben, zum Beispiel übermäßiger Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, ein unschöner Bruch mit meinem damaligen Freundeskreis und Ähnliches. Es gibt Puzzlestücke, über die ich mir im Klaren bin und die ich im Verlauf dieses Ratgebers erwähnen werde, es gibt aber auch solche, von denen ich bis heute nichts weiß. Und das ist okay so, denn es ist nicht erforderlich, die Gründe für eine Angststörung bis ins kleinste Detail zu erforschen, um sie loszuwerden. Abgesehen davon: Die Ursachen für eine Angststörung sind bei jedem Betroffenen verschieden, vielmehr ähnelt sich der Weg aus der Erkrankung heraus.

Dementsprechend soll mein Bericht als lösungsorientierter Ansatz zur Selbsthilfe verstanden werden, nicht als problemorientierte Dokumentation einer Erkrankung.

Ebenfalls denke ich, dass der Fokus auf deine Probleme, liebe Leserin, lieber Leser, das Letzte ist, was du im Moment benötigst.

Ein letztes Wort noch zu dem, was ich mit diesem Buch erreichen möchte: Betroffenen helfen, die mit ihren Ängsten und Panikattacken zu kämpfen haben, damit sie bald wieder Freude am Leben empfinden können. Ich freue mich natürlich auch über jeden anderen Leser.

Akut-Tipp Nr. 2:

Lies gute Bücher oder Textpassagen, die dir einen Einblick in das Wesen des Glücks verschaffen. Du kannst dir natürlich auch Hörbücher besorgen, so kannst du schneller „lesen” und es nebenbei tun, während eines Spaziergangs, in der Straßenbahn, beim Abwasch. In Kapitel XIV findest du eine Liste mit Büchern und anderen Quellen, die mir geholfen haben, glücklicher zu werden. Die zwei wichtigsten Autoren:

Der Dalai Lama. Von ihm gibt es kurze „Snack”-Weisheiten in gesammelter Buchform, die zum positiven Denken anregen. Und der Existenzanalytiker Viktor E. Frankl – ein Gott in Sachen Glückstheorie. Er hilft, zu verstehen, dass es keinen direkten Weg zum Glück gibt.

IV
Die Stunde null – Wie alles beginnt

Nichts, was derart fundamentale Veränderungen im Verhalten eines Menschen auslöst, wie es eine Angststörung tut, stellt sich von einem Tag auf den anderen ein. [2] Gleichzeitig ist es in den allermeisten Fällen so, dass der an Angst Erkrankte nicht merkt, wie es in seiner Psyche brodelt, bis es „zu spät“ ist, sich also Panikattacken einstellen. Kommt es so weit, hat der Betroffene nicht selten das Gefühl, als wäre er urplötzlich krank geworden, aber nicht psychisch, sondern körperlich.

Die Faktoren, die das Heranwachsen einer Angststörung begünstigen, können mannigfaltig sein und über Jahre oder sogar Jahrzehnte den Alltag eines Menschen begleiten. Negative Angewohnheiten – vom Rauchen bis zur Prokrastination, es kann alles Mögliche sein –, das Vermeiden einer ehrlichen Auseinandersetzung mit vermeintlich unbedeutenden Ängsten, das Belügen von sich selbst, wenn es um die eigenen Wünsche, Hoffnungen, Stärken und Schwächen geht, der negative Einfluss von Mitmenschen et cetera. Das alles kann Stück für Stück dazu führen, dass es unserer Psyche irgendwann einmal zu viel wird.

Dann fehlt nicht mehr viel und es kann sogar ein von außen betrachtet unbedeutendes Ereignis dazu führen, dass das sprichwörtliche Fass überläuft und es mit den Panikattacken losgeht. Und weil bereits unscheinbare Ereignisse eine akute Angststörung auslösen können, wird sie in vielen Fällen nicht sofort als solche erkannt.

Folglich ist es auch leicht zu verstehen, dass die Ursachen einer Angststörung bei jedem Betroffenen unterschiedlich sind, genauso wie der Auslöser der ersten Panikattacke bei jedem ein anderer ist.

Unsere einzigartigen Lebensgeschichten sind als Hintergründe zu verstehen, auf die unser jetziges Handeln und Denken aufgetragen werden. Durch fortwährendes, für unsere Psychen schadhaftes Handeln und Denken haben wir sinnbildliche Wege in unseren Gehirnen festgetreten, die mit jedem Mal, wenn wir eine negative Verhaltensweise zugelassen haben, tiefer und breiter werden konnten.

Angst und Panik sind als Weg zu verstehen, den wir „Angsthasen“ selbst breitgetreten haben. Natürlich sind manche Menschen anfälliger für psychische Erkrankungen als andere, Stichwort: genetische Dispositionen. Und auch der Einfluss unserer Mitmenschen, auch als Sozialisation bekannt, spielt eine Rolle bei der Entstehung von psychischen Störungen. Allerdings, und hier kommt die gute Nachricht, kann uns nichts und niemand zwingen, den Weg der Angst und Panik weiterhin breitzutreten, weder unsere Gene noch unsere Mitmenschen.

Es ist zwar nicht leicht, unsere gewohnte Spur von heute auf morgen zu wechseln, aber wir können die Straße der Angst mit der Zeit zu einem Pfad verkommen lassen und gleichzeitig die aktuell kaum sichtbaren Wanderwege des Muts, der Neugier und des Glücks wieder zu breiten Alleen ausbauen.

Du kannst dir das Ganze wie eine Bauarbeit vorstellen. Mit jedem Mal, bei dem du dich für den lebensfrohen Weg entscheidest, baust du diesen etwas mehr aus. Erwähnenswert ist ebenfalls, dass du unmöglich gleichzeitig an zwei entgegengesetzten Trassen arbeiten kannst. Es ist immer eine Entweder-oder-Entscheidung: das Gewohnte oder das Neue, die Angst oder der Mut, graue Regenwolken oder blauer Himmel.

Je mehr wir gewisse Pfade unserer Psyche ausbauen, desto einfacher wird es, sie zu begehen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass selten benutzte Wege für unser inneres Ich schwer zu finden sind, es sie folglich nicht beziehungsweise selten begehen kann.

Akut-Hinweis Nr. 3:

Für dich sollte es aktuell Ziel sein, die noch sehr breite Straße der Angst zu einem kaum noch sichtbaren Trampelpfad verkommen zu lassen.

Vor meiner ersten Panikattacke hatte ich derart ungesund und unbewusst gelebt, dass ich das drohende Elend nicht auf mich zukommen sah und es mich deshalb unvorbereitet und mit voller Wucht treffen konnte.

Obwohl ich in der Einleitung schrieb, dass es nicht zielführend ist, sich allzu intensiv mit den Ursachen einer Angststörung zu befassen, werde ich meine an dieser Stelle wenigstens skizzieren.

Vielleicht helfen dir diese Ausführungen, ein paar deiner schädlichen Denk- und Verhaltensweisen auszumachen, die dir bisher möglicherweise nicht aufgefallen sind, so wie auch ich eine lange Zeit Schwierigkeiten hatte, sie bei mir ausfindig zu machen. Denn:

Akut-Hinweis Nr. 4:

Das „Unbewusstsein”, sprich nicht zu reflektieren, was und wie man denkt und tut, ist einer der Top-Gründe, wenn nicht sogar der wesentlichste Grund, für das Aufkommen von Angststörungen. Und wenn man nicht aktiv etwas dafür tut, um sich seiner selbst bewusst zu werden, kann man sehr schnell von der eigenen Psyche hereingelegt werden, etwa in Form von generalisierten Angststörungen.

Das mag dem ein oder anderen ein wenig zu spirituell klingen, aber das achtsame Leben, der Einklang mit sich selbst und der Umwelt, das sind nun einmal Dinge, die einen davor bewahren können, in eine psychische Misere zu stolpern – an dieser Stelle ein Tschüss an alle zynischen Skeptiker, die bis hierher durchgehalten haben.

Ich denke, dass ich mein Aussagen am einfachsten anhand meines Fallbeispiels illustrieren kann. Es war im Winter 2014/15, als meine Angststörung ihr scheußliches Gesicht zum ersten Mal zeigte. Von meinem jetzigen Standpunkt betrachtet, lebte ich damals ein unglückliches und ungesundes Leben, was ich gekonnt vor mir verbarg, denn die meiste Zeit über dachte ich, dass ich der Größte wäre – pleite, verkatert, leicht reizbar, yeah! Dafür gibt es ein schönes Wort: Ich war präpotent (im Sinne von überheblich), und das bis zum Abwinken.

Meine Freunde traf ich schon vor meinen ersten Panikattacken kaum, und auf neue Bekanntschaften hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch keine Lust, denn ich hatte an jedem etwas auszusetzen. Die meisten, auf die ich traf, waren mir entweder zu dumm, zu langweilig oder zu unhöflich, womit ich ihnen natürlich Unrecht tat, denn jeder kann interessant sein, wenn man nur richtig zuzuhören vermag und sich selbst nicht als den Mittelpunkt der Welt betrachtet.

Aber wie konnte es dazu kommen? Noch zwei Jahre zuvor hatte ich viele Freunde und Bekannte gehabt.

Zwei Dinge waren passiert. Erstens, ich war von Wien, meiner Heimatstadt, nach Berlin gezogen, wo ich zunächst zwar viele neue Bekanntschaften schloss, aus denen aber keine engen Freundschaften erwuchsen.

Zweitens, ich hatte meine damalige Freundin und jetzige Frau kennengelernt. Gemeinsam haben wir getan, was viele Pärchen tun, nachdem sie zusammenkommen sind: Wir konzentrierten uns nur noch aufeinander und verloren so den Kontakt zu unseren Freunden und Bekannten. Das geschah nicht mit Absicht, wir merkten es nicht einmal, und eine Zeit lang waren wir uns auch genug. Aber nach rund zwei Jahren verging diese Phase, und wir sehnten und beide wieder verstärkt nach anderen Menschen, nach Freundschaften außerhalb der Beziehung.

Da meine Frau von Grund auf einen eher offenen und extrovertierten Charakter hat und ich einen zurückhaltenden und introvertierten, gelang es ihr damals schneller, wieder Anschluss und Freunde zu finden.

Nicht dass Zurückhaltung und Introvertiertheit etwas Negatives wären, ganz im Gegenteil, es können großartige Eigenschaften sein. Sowohl die Introvertiertheit als auch die heutzutage modische Extrovertiertheit haben Vor- und Nachteile, allerdings sollte man sich dieser bewusst sein, um sie richtig für sich nutzen zu können.

Genau hierzu war ich damals noch nicht fähig, weshalb mir meine Zurückhaltung und Introvertiertheit im Weg standen, denn ich wollte gute Freunde haben, mit ihnen abhängen und glücklich sein, nur war mir niemand gut genug, und ich schaffte es, mir vorzugaukeln, dass das Leben als einsamer Wolf viel cooler sei.

Der Grund für dieses irrationale Verhalten ist zum Teil auf einen Jahre zuvor vonstattengegangenen Bruch (mea culpa) mit meinem Wiener Freundeskreis zurückzuführen, von dem ich mich nicht erholt hatte, weil ich ihn nicht bewusst verarbeitete, sondern so gut es ging verdrängte. Anstatt mich einer unerfreulichen Aussprache zu stellen, machte ich es mir einfach und haute nach Berlin ab, wo ich ein neues Leben begann, zu viel trank und dachte, dass ich meine Vergangenheit mir nichts, dir nichts hinter mir lassen könnte – aber so funktioniert das nicht. Meine Schuldgefühle schlummerten in mir und warteten, bis ich schwach genug war, um mir einen gehörigen Arschtritt zu verpassen.

Ebenfalls erwähnenswert ist, dass mein Wiener Freundeskreis aus lauter Künstlern bestand, vor allem Musikern, und es unser aller Ziel war, im Mittelpunkt zu stehen sowie reich und berühmt zu werden. Bei mir hatte es nicht geklappt, bei den anderen schon, und zwar in den Monaten, bevor sich meine ersten Panikattacken einstellten. Einer der Gründe, weshalb sie auftauchten, war damit auch mein Neid auf meine früheren Freunde, die es im Unterschied zu mir „geschafft“ hatten.

Wie du dir sicher denken kannst, habe ich auch diese Tatsache vor mir geleugnet und redete mir ein, dass sie ihren Erfolg nicht verdient hätten und nur Schrott produzieren würden, dabei hatten sie hart für ihren Erfolg gearbeitet und ihn sich verdient – während ich auf Partys ging, trank und mich geiler fand, als ich war.

Ein weiterer Faktor, der zu meiner Erkrankung beitrug, war meine allgemein ungesunde Lebensführung: miserable Ernährung, Zigaretten, Alkohol, kein Sport und so weiter.

Für sich allein genommen, hätte keiner der bisher erwähnten Aspekte ausgereicht, eine psychische Störung bei mir auszulösen. Aber im Zusammenspiel vermochten sie, mich aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Am schwersten wog jedoch die Tatsache, dass ich ein Leben führte, das ich nicht führen wollte, Träume hatte, sie aber nicht verfolgte, und dass ich mich unaufhörlich selbst belog, indem ich mir sagte, dass alles in Ordnung sei.

Ich war schon als Kind äußerst schüchtern und ängstlich, was sich beispielsweise darin äußerte, dass ich in der Schule und später an der Uni stets ganz hinten sitzen wollte, da ich mich ansonsten unwohl und beobachtet gefühlt habe. So war es auch in Straßenbahnen, Kinos und überall sonst, wo Menschen hinter mir sitzen konnten. Diese Furcht vor der Meinung und Beurteilung der anderen entstand zu einem Teil aufgrund häuslicher, auf Sicherheit fokussierter Sozialisation und zu einem anderen Teil aufgrund eines traumatischen Ereignisses in der fünften Schulstufe – so habe ich es zumindest mit meinem Therapeuten herausgearbeitet. [3]

Es war so, dass ich mit elf Jahren ein Referat vor der ganzen Klasse halten musste, was gehörig in die Hose ging. Ich wurde rot im Gesicht, weinte, und die anderen Kinder lachten mich aus. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, muss ich selbst grinsen, aber als Kind dürfte dieses Ereignis prägend für mich gewesen sein – es ließ mich vorsichtiger werden.

Das sind Ursachen, von denen ich hier erzähle, um aufzuzeigen, wie vielfältig die Gründe für eine Angststörung sein können und dass es meistens nicht nur einen gibt, sondern dass eine ganze Biografie zur Manifestierung dieser Erkrankung führen kann.

Für die Gesundung spielt das alles jedoch eine eher untergeordnete Rolle.

Akut-Hinweis Nr. 5:

Denk nicht unnötig viel über das Weshalb und Warum deiner Panikattacken nach. Ich weiß, dass das schwer ist, denn wenn man schon mal vom Angststrudel erfasst wurde, denkt man vor allem an das Negative aus der Vergangenheit und an Negatives, das in Zukunft vielleicht noch passieren wird.

Gleichzeitig ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, dass Angststörungen nicht grundlos entstehen. Wieso ist das hilfreich? Weil Ursachen bekämpft werden können. Nimm vor allem diese Erkenntnis mit.

Meinen Ursachen bin ich übrigens erst im Laufe der Jahre auf die Schliche gekommen, nicht zu Beginn meiner Erkrankung und nicht, als meine Genesung schon begann. Deshalb kann ich mir derart sicher sein, dass sie nicht der Bereich sein sollten, auf den du dich momentan fokussieren solltest.

Der Auslöser

Der Auslöser einer ersten Panikattacke oder einer ersten Serie von Panikattacken kann derart lapidar sein, dass es schwerfällt, zu verstehen, was überhaupt passiert ist. Da fliegt dir schon dein Innenleben um die Ohren, und dabei ist gar nichts Besonderes vorgefallen. Hm? Komisch! Aber wenn es so weit kommt, ist die Psyche bereits angegriffen und das Nervenkostüm dünn gewesen.

Bei mir war es so, dass mich ein abendlicher Schreianfall eines cholerischen Nachbarn dazu gebracht hat, stundenlang nicht einschlafen zu können. Ich hatte eine Couch verschoben, und das war dem alten Mann aus der Wohnung unter mir zu viel gewesen. Er kam hoch, brüllte mich unvermittelt an und ging wieder. Ich hatte damals die Einstellung, dass es immer besser sei, auf Paroli zu verzichten, denn wenn man der Ruhige blieb, war man dem anderen moralisch überlegen. Na ja, das hat, zumindest an diesem Abend, nicht besonders gut funktioniert.

Während meine Freundin friedlich schlief, wälzte ich mich von einer Seite auf die andere und ließ das Geschehene wieder und wieder vor meinem inneren Auge ablaufen – wie er schrie, was ich dagegen hätte machen können und was für ein Arsch er war. Ich wünschte ihm alles Schlechte, mein Herz raste, und es war schwer, mich zu beruhigen.

Am nächsten Morgen war alles wieder gut – dachte ich. Eine Panikattacke war mein nächtliches Abenteuer noch nicht gewesen, sondern ein wütendes und wirres Herumstolpern im Labyrinth meiner verschmutzten Psyche.

Akut-Tipp Nr. 3:

Der Begriff der „Psychohygiene”, unter anderem von Viktor Frankl verwendet, ist mir im Zuge meiner Recherche zur Glücksfindung besonders stark in Erinnerung geblieben. Häufig wird er auch im Zusammenhang mit Salutogenese oder Resilienz verwendet.

Dir könnte es helfen, in diesen Bereichen zu forschen, dich einzulesen, und wenn es „nur” auf Wikipedia ist. Die Vorstellung, die Psyche zu reinigen, sauber und hygienisch zu halten wie ein Badezimmer, hat mir während meiner akuten Panik-Phase geholfen, ein gesünderes Verhältnis zu meiner Psyche zu entwickeln. Vielleicht nützt dir diese Erkenntnis ebenfalls.

Am kommenden Tag war also alles wieder okay – scheinbar. Die Mutter und die Tante meiner Freundin besuchten uns übers Wochenende, und wir überlegten, was wir unternehmen wollten. Meine Freundin und ihre Mutter machten einen Spaziergang, und ich ging mit der Tante ins Museum, wo es mich endgültig erwischte. Nach ein paar Stunden des Herumlaufens und Artefakte-Schauens fühlte ich mich plötzlich unwohl, mir war ein bisschen schwummerig zumute, mir wackelten die Beine, und ich vermutete, dass ich etwas Schlechtes gegessen oder getrunken haben musste.

Akut-Hinweis Nr. 6:

Panikattacken können besonders zu Beginn tückisch sein, da Betroffenen der notwendige Erfahrungsschatz fehlt, um ihre Situation richtig beurteilen zu können. Es passiert häufig, dass Erkrankte versuchen, anhand ihrer Symptome ein körperliches Leiden auszumachen, obwohl der Ursprung ihres Unwohlseins allein in ihrer Psyche begründet ist.

Das Ende vom Lied war, dass wir wegen mir nach Hause gehen mussten, ich mich ins Bett legte und die kommenden Tage, Wochen und Monate Schwierigkeiten hatte, aus selbigem wieder herauszukommen.

Während der ersten Tage meiner Erkrankung, als ich dachte, ich hätte was mit dem Magen, war eines besonders bitter, nämlich dass mir niemand so recht glauben wollte, mir würde etwas fehlen.

Meine Freundin und ihre Verwandten dachten, ich simuliere nur, damit ich nichts mit ihnen unternehmen müsse. Ich kann es ihnen nicht verübeln, denn ich sah komplett gesund aus, nur ein wenig traurig, und nicht mal ich wusste, was wirklich mit mir los war.

Nach wenigen Tagen war die Familie meiner Freundin wieder weg, und das neue Jahr nahte. Manchmal schleppte ich mich außer Haus, aber stets von einem Gefühl des Schwindels begleitet, dessen Ursprung ich nach wie vor in meinem Magen verortete. Dieser Schwindel samt den schwitzigen Händen und den wackeligen Beinen, das waren keine besonders dramatischen Symptome, aber augenscheinlich stimmte irgendetwas nicht mit mir. Offensichtlich war das aber nur für mich.

Silvester wollte ich ins Wasser fallen lassen, aber meine Freundin „zerrte“ mich mit nach draußen, zu einer Party bei einer Freundin. Auf dem Weg dorthin ging es mir nicht gut, doch dort, nach einem Bier und einem Shot Wodka, siehe da, war alles wieder in Ordnung. Da war keine Übelkeit mehr, keine wackeligen Beine, kein Schwindelgefühl. Diese Besserung hielt für ein paar Stunden, und dann fing das neue Jahr an, wie das vergangene aufgehört hatte, nämlich mit Übelkeit im Bett.

Akut-Tipp Nr. 4:

Folgendes sollte ich vielleicht nicht empfehlen, weil es um Alkohol geht, aber mir hat eben dieser hin und wieder geholfen, deshalb mache ich es einfach: Eine kleine Menge, vernünftig (!) eingesetzt, hat mir geholfen, den Kreislauf aus negativen Gedanken für kurze Zeit zu unterbrechen.

Alkohol kann, wie wir wissen, eine entspannende Wirkung haben, und zwar auf Körper und Psyche. Prinzipiell wirkt er ähnlich wie Musik oder Sport. Aber Vorsicht: Zu häufig oder in zu hohen Mengen eingesetzt, hilft er nicht mehr, sondern verstärkt die Angst unter Umständen noch, also geh behutsam mit diesem recht unvernünftigen Tipp um.

[2] Abgesehen von mechanischen Verletzungen des Gehirns aufgrund von Unfällen, Folgeschäden aufgrund von Drogenmissbrauch und ähnlich unnatürlichen Einwirkungen auf den Organismus.

[3] Zur Info: Den habe ich erst besucht, nachdem ich meine Angststörung im Alleingang losgeworden war.

V
Herr Doktor, mein Körper lässt mich im Stich

Seit meiner ersten Panikattacke im Museum war eine Woche vergangen, und ich begann, zu verstehen, dass ich wahrscheinlich doch kein Problem mit meinem Magen hatte. Mittlerweile lokalisierte ich den Ursprung meines Schwindels, der mein primäres Symptom darstellte, in meinem Kopf. Dass ich in erster Linie ängstlich war, bemerkte ich noch immer nicht.

Wie ich heute weiß, entsteht das Schwindelgefühl, das von vielen Angstpatienten wahrgenommen wird, aufgrund von falscher Atmung. Im nervösen, ängstlichen oder panischen Zustand atmen wir schneller und/oder tiefer, was dazu führt, dass wir unseren Körpern zu viel Sauerstoff zuführen und folglich eine zu geringe Konzentration an Kohlendioxid im Blut vorhanden ist.

Man muss nicht hyperventilieren – wie es gerne in Filmen gezeigt wird –, komplett außer Atem sein und vor Angst zittern und schwitzen, um ein Schwindelgefühl wegen falscher Atmung zu entwickeln.

Bei mir war es so, dass ich mich zu Beginn meiner Erkrankung auf meinen flauen Magen und meine veränderte Wahrnehmung der Außenwelt fokussierte, weshalb mir meine „falsche“ Atmung überhaupt nicht auffiel.

Akut-Tipp Nr. 5:

Trotz ihrer übertriebenen Darstellung können wir aus filmischen Panikattacken etwas lernen, und zwar das Atmen in eine Papiertüte – ein Klassiker. Dieser Trick hilft dabei, dem Körper weniger Sauerstoff und mehr Kohlendioxid zuzuführen.

Um dem Schwindel entgegenzuwirken, solltest du auf deine Atmung achten und lernen, wie du sie regulieren kannst, was während der Akut-Phase einer Angsterkrankung schwierig sein kann, da einem sowohl Konzentration als auch Geduld fehlen. Aber es geht nicht darum, von null auf hundert ein Meister der Atemregulation zu werden. Kleine Schritte sind der Schlüssel zum Erfolg. Diese Plattitüde ist nicht nur auf schwindelfreie Atmung anzuwenden, sondern ferner auch auf die Bewältigung deine Angststörung im Allgemeinen.

Vor allem Meditation eignet sich, um das achtsame Atmen zu erlernen. Hierzu werde ich im Weiteren noch eine ganze Menge mehr schreiben.

Akut-Tipp Nr. 6:

Versuche, bewusst zu atmen. Wenn du lernst, wie das geht, wird das der absolute Bringer für dich sein. Welche Technik dir am meisten liegen wird, kann ich schwer einschätzen, da jeder anders tickt. Aber es schadet nicht, ein paar unterschiedliche Techniken auszuprobieren, um auszuloten, was du mit deiner Atmung alles anstellen kannst und wie sie sich auf deinen Körper und deine Psyche auswirkt.

Mir hat am Anfang vor allem die Atmung in Dreierschritten geholfen. Zweimal kurz beziehungsweise normal ein- und ausatmen, das dritte Mal normal einatmen und möglichst lange ausatmen – etwa drei- bis fünfmal so lange, wie das Einatmen gedauert hat. Das kann beliebig oft wiederholt werden. Optimalerweise durch die Nase einatmen und durch den Mund wieder ausatmen, gerne auch so, dass du die Ausatmung hörst. Zähl die Dreierschritte mit, damit du deinen Fokus so gut es geht und allumfassend auf deine Atmung richten kannst. Und bitte nach Möglichkeit in den Bauch atmen und nicht in die Brust. Mit ein bisschen Übung wirst du merken, dass vermeintlich banales Atmen, das gerne belächelt und unterschätzt wird, so einiges draufhat.

Akut-Hinweis Nr. 7:

Auch der Begriff der „Derealisation” könnte dir dabei helfen, ein besseres Verständnis für deine Situation zu entwickeln und einen ersten Schritt in Richtung Genesung zu machen. Denn vergessen wir nicht: Ein unbewusstes Verhältnis zur eigenen Psyche, zum eigenen Körper und zu unserer Umwelt kann Ängste und ein Gefühl von Beklommenheit auslösen.

Nicht bei jedem, der eine Angststörung und Panikattacken hat, muss auch das Derealisationserleben einsetzen. Bei mir war es so, was ich auf meine damals pausenlose Nervosität zurückführe, aufgrund derer ich falsch atmete, deshalb ständigen Schwindel bekam und folglich eine veränderte Wahrnehmung meiner Umwelt entwickelte.

Und genau das ist Derealisation: eine anomale und verfremdete Wahrnehmung der Umwelt. Die Veränderung der Wahrnehmung kann unterschiedlich ausgeprägt sein. In meinem Fall war es so, dass ich organische Stoffe (Erde, Blumen, Salat, meine Hände) als viel „greller” und „lebendiger” wahrnahm, als sie meiner Meinung nach hätten sein sollen. Sie stachen mir förmlich in die Augen, was mir Angst machte, da ich noch nicht wusste, was mir fehlte. Ich begann, zu glauben, dass mir der Verstand flöten ging, dabei war alles relativ einfach zu erklären und – im Endeffekt – harmlos.

Solltest du also derartige oder ähnliche Veränderungen deiner Umwelt feststellen, beschäftige dich mit Derealisation.

Ich machte mir schon vor meiner Akut-Phase viel zu viele Gedanken über Vergangenes und die Zukunft, darüber, welche Fehler ich im Zusammensein mit anderen begangen hatte, und darüber, was für Probleme mir künftig noch bevorstehen könnten.

Nach dem Ausbruch meiner Angststörung stieg das Ausmaß meines Grübelns weiter an, und ich hing in einer Spirale aus negativen Gedanken fest, die mir Angst und Panik machten.

Es erstaunt mich bis heute, dass all meine körperlichen Beschwerden, die ich damals hatte, ihren Ursprung ausschließlich in meiner Psyche hatten. Hätte ich meinen Fokus nur kurz von meinem turbulenten Gedankenkarussell in die Gegenwart gelenkt, wäre mir dieser Umstand womöglich aufgefallen.

Im Nachhinein ist es mir ein Rätsel, wie es sein konnte, dass ich nicht merkte, was mit mir los war. Bewusst fühlte ich mich lediglich körperlich schlecht, was wohl ein Fluchtmechanismus meiner Psyche war, die sich den ganzen Mist irgendwie erklären musste, es aber aufgrund ihres begrenzten Erfahrungsschatzes nicht adäquat vermochte.

Um zu verstehen, was mir fehlte, konsultierte ich als erstes Dr. Google, wie es heutzutage viele machen und was absolut nicht empfehlenswert ist, weil stets die schrecklichsten Krankheiten auf dem Bildschirm aufpoppen, egal welche Symptome man eintippt.

Ich habe das Internet nach Übelkeit, wackeligen Beinen und Sehstörungen abgeklappert, da mir zunächst vor allem diese Symptome auffielen. Was sah ich auf meinem Bildschirm? Natürlich: Hirntumore.

Ich ging zu meiner Hausärztin, einer sehr kompetenten und geduldigen Medizinerin, aber auf die Diagnose Angststörung kam auch sie nicht. Stattdessen veranlasste die Gute einen Bluttest und gab mir eine Tablette gegen zu viel Magensäure.

Weitere Symptome, wie schwitzige Hände, Herzrasen, Schwierigkeiten mit der Atmung und eine veränderte Wahrnehmung meiner Umwelt (Derealisation), bemerkte ich erst in den kommenden Wochen.

Ich durchforstete das Internet erneut. Was poppte diesmal auf? Natürlich: ernsthafte Herzprobleme.

Um mir eine Zweitmeinung einzuholen, konsultierte ich eine weitere Ärztin, die Hausärztin und Spezialistin für Herzerkrankungen war. Sie nahm mir Blut ab und hatte vor, meine Schilddrüse auf eine Funktionsstörung hin zu untersuchen. Gar nicht mal so dumm, aber auch das half mir nicht.

Ich quälte mich ein paar weitere Wochen, und es ging mir schlechter und schlechter. Mein Herz raste zunehmend häufig, und mir war nach wie vor dauerschwindelig. Draußen blieb ich nie lange, weil ich Angst davor hatte, umzukippen. Das nervte nicht nur mich, sondern ich wurde auch zur Belastung für meine lebenslustige Freundin, mit der ich zusammenwohnte. Mist.

An einem Morgen, ich war aufgewacht und es ging sofort mit Herzrasen und Atemschwierigkeiten los, rief ich den Notarzt an und log ihm vor, dass ich aufgrund des Herzrasens ohnmächtig geworden sei. Ich log, weil ich vermeiden wollte, abgewiesen zu werden. Ich wollte unbedingt wissen, was nicht mit mir stimmte, und ich dachte, im Krankenhaus würde das ruckzuck gehen.

Dort angekommen, wurde mein Herz geröntgt, ich wartete ein paar Stunden, und schließlich wollten mich die Ärzte dabehalten, weil sie keine Diagnose stellen konnten und sie meine Ohnmacht beunruhigte. Also blieb ich über das Wochenende, an dem kaum ein Arzt da war, weshalb mir erneut Blut abgenommen wurde und sonst nicht viel passierte. Na ja, mir ging es mieser denn je, ich hatte abwechselnd mit Nervosität, Angst und Panik zu kämpfen, fühlte mich verlassen und weinte schließlich – es waren nicht gerade meine glorreichsten Stunden.

Am zweiten Abend meines Krankenhausaufenthalts hielt ich es kaum noch aus, und ich fragte eine der Schwestern, ob sie nicht etwas machen könnte, weil ich die ganze Zeit derart nervös war und mich das anstrengte. Sie gab mir zwei Ein-Milligramm-Tabletten Tavor, ein Benzodiazepin (Lorazepam), das angstlösend wirkt. Ich nahm sie, schluckte sie und legte mich ins Bett.

Nach einer knappen Dreiviertelstunde war ich wie ausgewechselt. Mir ging es blendend. Ich grinste und konnte kaum damit aufhören. Mir gefiel es, im Krankenhaus zu sein, ich sah ein bisschen fern, aß etwas, spazierte die Gänge entlang, dachte an meine Familie, meine Freunde, daran, wie schön das Leben ist, und verstand die Welt nicht mehr. Körperlich ging es mir blendend, und ich hätte Bäume ausreißen können. Gleichzeitig fühlte ich mich nicht high.

Da dämmerte es mir das erste Mal. Es war gar nicht mein Körper, dem etwas fehlte, es war meine Psyche, die mich im Stich gelassen hatte.

VI
Überraschung, es ist die Psyche

Als ich im Krankenhaus lag, vor mich hin grinste und auf meinem Smartphone recherchierte, was mir fehlen könnte, stieß ich auf einen Foreneintrag. Dort erklärte eine Frau einem Hilfesuchenden mit einfachen Worten und auf eine beruhigende Art, dass Panikattacken nichts Schlimmes und sie schon gar nicht schädlich für die Gesundheit seien.

Sie schrieb, dass die Attacken nach und nach weggehen würden, und zwar schneller, als man denke. Weiter schrieb sie, dass eine Panikattacke keine schöne Erfahrung sei, aber dass man viel aus ihr lernen könne. Einer ihrer Sätze blieb mir besonders gut in Erinnerung, nämlich dass man beim Treppensteigen oder Ähnlichem, also den Kreislauf anregenden Betätigungen, ebenfalls Herzklopfen bekomme und dieses auch spüre, sich deshalb aber nicht verrückt mache. Und deshalb sollte man eine Panikattacke als ein kleines Herzmuskeltraining betrachten, das dem Körper nicht nur nicht schadet, sondern ihn sogar stärker macht.

Mit ihren wenigen verständnisvollen und beruhigenden Worten, konnte mir die Foren-Frau unbekannterweise sehr gut helfen. Sie ließ mich daran glauben, dass bald auch bei mir alles gut sein würde, und das war ein Meilenstein auf meinem Weg zur Genesung: Vertrauen in eine bessere Zukunft.

Der Foren-Eintrag dieser Frau ist einer der Gründe, weshalb ich dieses Büchlein schreibe, und zwar, weil ich anderen genauso helfen will, wie sie mir mit ihren paar Zeilen hat helfen können.

Akut-Tipp Nr. 7:

Ein paar Worte über Benzodiazepine: Wichtig ist, zu verstehen, dass alles, was derart effektiv auf Körper und Psyche wirkt (wie der Wirkstoff Lorazepam), es nicht „umsonst” tut. Nimmt man derartige Tabletten selten, kann nicht viel passieren – höchstens ein bisschen Depristimmung am folgenden Tag. Nimmt man sie häufig, können solche Tabletten fatale Auswirkungen haben: Abhängigkeit, Reizbarkeit, Angst und Panik.

Wichtig ist aber auch, zu verstehen, dass es solche Tabletten nicht ohne Grund gibt und dass sie dabei helfen können, dir eine Pause von all der Angst und Panik zu verschaffen, wertvolle Zeit, in der du vernünftig nachdenken kannst, was überhaupt mit dir los ist.

Am kommenden Morgen, nachdem ich im Krankenhaus realisiert hatte, was mir fehlte, sprach ich mit der Ärztin und bat sie, mich zu entlassen. Wir einigten uns darauf, dass ich vermutlich ein „vereinsamtes“ Leben führte. Das klang nicht verkehrt.

Ich war froh, draußen zu sein, und allein die Erkenntnis, dass mein Körper gesund war und „nur“ meine Psyche verrücktspielte, reichte irrationalerweise aus, um mir ein kleines bisschen Rückenwind zu verschaffen. Gut war aber noch lange nichts. Mir war nach wie vor schwindelig, mein Herz schlug schneller, als ich es gerne gehabt hätte, und ich war nicht weniger nervös und ängstlich als vor meinem Krankenhausbesuch.

Doch ich hatte endlich einen Ansatz. Ich wusste, dass es mir jederzeit wieder gutgehen konnte. Dafür musste ich zwar eine Tablette nehmen, aber das war okay für mich. Nach drei Monaten der Angst und Panik war mir egal geworden, auf welche Art ich Linderung erfuhr.

Mit einer Mission im Gepäck ging ich ohne Umwege zu meiner Hausärztin, um mir die „Wundertabletten“ mit dem Wirkstoff Lorazepam verschreiben zu lassen. Zum Glück wusste ich schon damals, dass Benzodiazepine mit Vorsicht zu genießen sind, also bestand bei mir keine große Gefahr, von diesem Zeug abhängig zu werden.

Ich bekam die Tabletten problemlos von meiner Ärztin verschrieben und schluckte sie in den kommenden Wochen regelmäßig – anfangs häufiger, später seltener, noch später sporadisch und irgendwann gar nicht mehr. Während dieser ersten Zeit nahm ich sie immer dann, wenn mir die Angst zu viel wurde, allerdings setzte ich mir selbst ein Limit von drei Tabletten (drei Milligramm) pro Woche. Wie ich sie aufteilte, sprich, ob eine ganze oder eine halbe, blieb mir selbst überlassen. Geviertelt habe ich sie damals noch nicht.

Für meine schnelle Genesung war es wichtig, dass ich nicht jedes Mal eine „Benzo“ einwarf, wenn ich mich unwohl fühlte, denn das wäre kontraproduktiv und schlicht zu viel gewesen, auch wenn ich von der Ärztin die Erlaubnis bekommen hatte, jeden Tag eine zu nehmen.

Es sind nämlich nicht die Tabletten, die eine Besserung der Angststörung bewirken, sondern sie lindern lediglich ihre Symptome. Eine nachhaltige Besserung kann nur in Form von Konfrontation mit der Angst erreicht werden, und Tabletten verschaffen dir eine Pause von dieser Arbeit, die durchaus hart sein kann und Pausen verdient.

Menschen sprechen unterschiedlich auf Lorazepam an. Manchen hilft es gut, anderen weniger. Ich kann für mich sagen, dass es mir enorm dabei geholfen hat, wieder klar denken und weitere Pläne schmieden zu können, mit dem Ziel, schnellstmöglich wieder fit zu werden.

Dass ich scheinbar eine psychische Störung hatte und meinem Körper laut bisherigen Untersuchungen nichts fehlte, war eine große Überraschung für mich.

Wieso gerade ich? Konnte das einem studierten Philosophen, der sich selbst mehr als ausreichend reflektierte und sich mit anspruchsvollen Themen wie Tod, Moral und Ästhetik beschäftigte, überhaupt passieren? Ich, der sich nicht als dumm bezeichnet hätte, sollte eine psychische Störung entwickelt haben? Das war nicht möglich! Alle, nur ich nicht. Ich war doch bis vor Kurzem komplett normal gewesen. Und das, was ich hatte, der Schwindel, das mulmige Gefühl im Magen, die wackeligen Beine und die Atemprobleme, das sollte alles von der Psyche kommen? Ich begriff es nur langsam, weil ich nie zuvor gehört hatte, wie stark sich das Denken auf das Körperempfinden auswirken kann.

Nun ja, der Cocktail aus unbewusster Präpotenz und geballtem Unwissen hatte es möglich gemacht, dass ich mich derart mies fühlte, und das musste ich akzeptieren. Und da ich mich mit Psychologie und psychischen Störungen kaum auskannte, sondern höchstens dachte, dass ich es tat, weil ich Einer flog über das Kuckucksnest oder 12 Monkeys gesehen hatte, waren meine ersten Versuche, mir meine Situation zu erklären, aus heutiger Sicht äußerst amüsant.

Meine Bestandsaufnahme klang folgendermaßen:

 

a) Ich war nicht dumm.

b) Ich dachte viel über komplexe Themen nach.

c) Ich hatte etwas mit der Psyche – salopp ausgedrückt.

Als Resultat befürchtete ich, dass ich verrückt geworden war, ballaballa, ein Fall fürs Irrenhaus. Schon wieder falsch.

Damals kannte ich nicht einmal den Unterschied zwischen einer Psychose und einer Neurose. Um es kurz zu machen: Einer Neurose bist du dir bewusst, einer Psychose nicht. Und wenn du nicht mal weißt, dass mit dir etwas nicht in Ordnung ist, dann ist die Kacke wirklich am Dampfen, aber solange du es weißt, ist alles machbar. Eine Angststörung hat also nichts mit Verrücktsein zu tun, und man kann sie gut wieder in den Griff bekommen, sogar im Alleingang.

Akut-Hinweis Nr. 8:

Wer an einer Angststörung leidet respektive neurotisch ist, der hat die geringsten Chancen, eine Psychose zu erleiden, sprich: tatsächlich verrückt zu werden.

Es ist ein Mangel unserer westlichen Gesellschaft, dass wir, wenn uns etwas fehlt, fast nie an unsere Psychen denken, sondern primär auf unsere Körper fixiert sind. Das hat unterschiedliche Gründe. Einer davon ist, dass unsere Schulmedizin seit jeher den Fokus auf das Greifbare gelegt hat. Bestes Indiz hierfür: Fachgebiete wie die Psychoanalyse oder Psychotherapie sind erst vor nicht allzu langer Zeit, Ende des neunzehnten Jahrhunderts, entstanden.

Es gibt Regionen auf dieser Welt, in denen das anders ist. Blickt man auf den asiatischen, südamerikanischen oder afrikanischen Kulturraum, wird schnell klar, dass die Menschen dort viel eher an eine mögliche psychische, spirituelle oder mythische Krankheitsursache denken als wir in Mitteleuropa, was zugegebenermaßen Vor- und Nachteile hat.

Hinzu kommt, dass psychische Erkrankungen grundsätzlich und weltweit mehr als körperliche Leiden geächtet werden. Ein gebrochenes Bein oder eine Grippe, das sind Dinge, die versteht jeder. Folglich fällt es niemandem schwer, auf körperlich Verletzte und Kranke Rücksicht zu nehmen.

Anders ist es mit mentalen Erkrankungen. Zwangsneurosen, Essstörungen, Panikattacken et cetera, das sind Leiden, die nicht leicht nachzuvollziehen sind. Wer sie nicht selbst erlitten hat, weiß nicht, weshalb beispielsweise das esskranke Mädchen nicht „einfach“ einen Burger verdrückt, weshalb der Angstpatient nicht „einfach“ die Wohnung verlässt oder weshalb der an Tourette erkrankte nicht „einfach“ mit dem Fluchen aufhört. Und wenn man sich das Verhalten anderer nicht erklären kann, dann kann man ihnen auch schwer helfen – logisch.

Ich beende diesen Exkurs, indem ich festhalte, es ist nicht deine Schuld, falls du nicht sofort verstanden hast, dass du eine psychische Störung am Start hast. Woher soll man denn so etwas wissen, wenn es derart tabuisiert wird, wie es bei uns im Westen der Fall ist? Ich meine, manche Menschen finden nach wie vor, dass es ein Zeichen von Schwäche sei, wenn man zum Therapeuten geht. Natürlich ist es das nicht. Die Psyche kann genauso erkranken, wie der Körper es tut, und dann muss sie eben behandelt werden – big deal?

Aber ich bin mir sicher, dass sich diese Situation in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten zum Positiven verändern wird. Ein wachsendes Bewusstsein für diese Thematiken ist bereits jetzt wahrzunehmen. Wurde auch Zeit – 2019.

Details

Seiten
0
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783948045043
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v468337
Schlagworte
Panik-Attacke-n selbsthilfe-sach-buch-roman Ratgeber-Panik-Störung-Attacke Ratgeber-Angst-Störung Ratgeber-Depression-en humor-volle-r-Ratgeber Soforthilfe-Buch

Autor

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    Markus Szaszka (Autor)

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Titel: Mein Freund, die Angst